Montag, 18. Juni 2018

Musik-Panorama · 21.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Werke von Anton Eberl

Ersteinspielungen

Riko Fukuda, Hammerflügel

Paolo Giacometti, Hammerflügel

Kölner Akademie

Leitung: Michael Alexander Willens

Der 1765 in Wien geborene Anton Eberl war wohl zu Lebzeiten der größte Konkurrent von Ludwig van Beethoven. Bei dieser Aufnahme handelt es sich um die zweite Produktion der Kölner Akademie mit Werken von Eberl, in deren Mittelpunkt diesmal das B-Dur-Konzert für zwei Klaviere, op. 45 aus dem Jahre 1804 steht. Es ist ganz im Stil der Wiener Klassik angelegt und vielfältig instrumentiert.

Freispiel · 0.05 – 1.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Der Richtige

Hörspiel von Dunja Arnaszus

MDR 2016/52’51

Fiona, Ende 30, Buchhalterin, führt eigentlich ein prima Leben. Aber sie ist solo. Und das will sie jetzt ändern. Taktvolle Zurückhaltung ist ihr fremd, warum soll sie potenzielle Kandidaten nicht direkt ansprechen? So beginnt ein Episodenreigen, der in einem Banküberfall endet. Als ihr dabei eine männliche, sympathische Geisel in die Hände fällt, scheint das ewige Akquiseproblem gelöst!

 

In Concert · 20.03 – 21.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

5. Windros Festival

Museumsdorf Schwerin-Mueß

Polkaholix

Punkige Rock‘n’Roll-Polkas aus Berlin

Als Speedpolka, Sauerkrautska und Brassmetal beschreibt die Gruppe Polkaholix ihre Musik selbst. Fernab von volkstümelnden Polkas, aber auch ganz anders als etwa die Gruppe HISS bricht die 2002 in Berlin gegründete Band eine Lanze für die gute, alte Polka – oder das, was von ihr noch übrigbleibt, wenn sieben bühnenerfahrene Herren – gestandene Folk-, Jazz- und Rockmusiker allesamt – erst einmal loslegen. Beim Windros-Festival rockten Polkaholix das Museumsdorf und zeigten einmal mehr, dass ihre wahren Talente erst auf der Bühne so richtig zum Tragen kommen.

Dienstag, 19. Juni 2018

Das Feature · 19.15 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk

Die Sophienhöhe

Jenas enteignete Geschichte

Von Heike Tauch

Deutschlandfunk 2018

Die Sophienhöhe war am Anfang des 20. Jahrhunderts ein weltweit viel beachtetes Zentrum der sich neu entwickelnden Heilpädagogik. Heute ist sie weitgehend vergessen. Der Pädagoge Johannes Trüper hatte das Gelände 1890 zusammen mit seiner Schwester erworben und für sein praxisorientiertes Konzept umgestaltet. Über 100 entwicklungsgestörte Kinder wurden hier behandelt, unterrichtet und ausgebildet; erstmalig in engster Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften. Nach Trüpers Tod 1921 übernahmen seine Söhne die Leitung und schützten während des Dritten Reiches die Kinder vor der mörderischen ,Aktion T4’ der Nazis. Nach dem Krieg war der jungen DDR die Sophienhöhe ein Dorn im Auge. 1955 wurde sie verstaatlicht und das Erziehungskonzept der Staatsideologie angepasst. Die Familie floh in den Westen. Was ging an Ansätzen und praktischem Wissen verloren?

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Die Vermessung der Aufmerksamkeit

Wirkt Werbung eigentlich noch?

Von Frank Drescher

Werbung nervt, Werbung dringt immer tiefer in alle möglichen Lebensbereiche der Konsumenten ein. Angesichts von Google, Facebook und automatisiertem Echtzeit-Werbebannerverkauf reden Kulturpessimisten gar vom Überwachungskapitalismus. Doch die Konsumenten wehren sich. Der ‚Bitte keine Werbung‘-Aufkleber am Briefkasten findet seine digitale Entsprechung im Werbeblocker. Kann Werbung unter solchen Umständen dann überhaupt noch eine Wirkung entfalten? Und wenn ja: wie? Mit diesen Fragen beschäftigen sich spezialisierte Agenturen für Werbewirkungsforschung.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Querköpfe · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Super Funny

Der Stand-up-Comedian Thomas Spitzer

Ein Porträt von Achim Hahn

Er war als Humorbotschafter in China, hat sich über unzählige Sieger-Whiskys von Poetry-Slams zum Nightwash Talent Award und ins Internet gespielt, aber auch mit ,Super Funny’ seit einiger Zeit sein eigenes Solopgrogramm auf die Bühne gebracht: Thomas Spitzer, 29 Jahre alt, mathematisch ausgebildeter Humorproduzent, nicht nur für die Onlineausgabe der ,heuteshow’. In seiner Soloshow erzählt er erst einmal von zu Hause – und auch von seinem Chamäleon Fridolin.

Länderreport · 13.05 – 14.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Grenzüberschreitende Notfälle

Wenn Lebensrettung an Grenzen stößt

Von Tonia Koch, Susanne Lettenbauer und Silke Hasselmann

Deutsche reisen als Touristen in Nachbarländer wie Polen, Tschechien oder Frankreich. Polnische Handwerker oder tschechische Kellner kommen über die Grenze und arbeiten in Deutschland. Wenn sich aber ein Urlauber ein Bein bricht oder sich ein polnischer Handwerker schwer verletzt, kann die Notfallversorgung schwierig werden. Vor allem dann, wenn Rettungsdienste nicht eng zusammenarbeiten.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Marktplatz · 10.10 – 11.30 Uhr · Deutschlandfunk

Verwenden statt verschwenden

Lebensmittelabfälle im Haushalt vermeiden

Hörertel.: 0 08 00-44 64  44 64

marktplatz@deutschlandfunk.de

Weltweit wird ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel weggeworfen. Allein in Deutschland wirft jeder Einwohner durchschnittlich mehr als 80 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Bei einer vierköpfigen Familie entspricht das immerhin einem Wert von 940 Euro. Eine Reihe von Initiativen zeigt jedoch, dass die meisten weggeworfenen Lebensmittel keineswegs verdorben sind. Wie lassen sich Einkäufe bewusst planen? Wo werden empfindliche Lebensmittel zu Hause am besten aufbewahrt? Was steckt hinter dem Mindesthaltbarkeitsdatum? Wie werden Reste zu einer leckeren Mahlzeit? Und was tun Agrarproduzenten, Lebensmittelhersteller und Händler, um die Verluste zu reduzieren?

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Rheuma – Volkskrankheit mit hundert Gesichtern

Von Stephanie Kowalewski

Obwohl Rheuma seit Jahrtausenden bekannt ist, liegt die Ursache der schmerzhaften Krankheit immer noch im Dunklen. Streng genommen ist Rheuma gar keine Diagnose, sondern nur der Oberbegriff für Hunderte unterschiedliche Krankheiten: Mal sind Knochen und Gelenke betroffen, mal Muskeln und Bänder, bei anderen schädigt Rheuma Organe und Nerven. Rheuma kann jeden treffen – alte Menschen und Babys. Millionen sind betroffen, leiden ein Leben lang, denn die Krankheit ist noch unheilbar. Aber dank modernster Medikamente und Therapien ist bei einer frühen Diagnose ein nahezu beschwerdefreies Leben möglich. Doch es gibt zu wenig spezialisierte Ärzte.

Freitag, 22. Juni 2018

Das Feature · 20.10 – 21.00 Uhr · Deutschlandfunk

Anarchie der Liebe

Die Familie Bakunin

Von Zoran Solomun und Hansi Oostinga

Deutschlandfunk 2018

Er ließ in seinem Leben keine Barrikade aus: Michail Bakunin, der russische Aristokrat, der zum Vater der Anarchie und zum großen Gegenspieler von Karl Marx werden sollte. Er war an allen großen Revolten seiner Zeit beteiligt – und verweigerte sich auch im Privaten der Herrschaft über andere Menschen. In der sibirischen Verbannung lernte er seine Frau Antonia kennen. Eine von Beginn an ungewöhnliche Beziehung, aus der eine ebenso ungewöhnliche Familie hervorging. Die beiden hatten offiziell drei Kinder. Deren leiblicher Vater war allerdings Carlo Gambuzzi, ein enger Mitstreiter Bakunins. Während Bakunin zu seinem Lebensende hin politisch immer mehr resignierte, hatte diese für ihre Zeit bahnbrechende und heute noch inspirierende Ménage-à-trois hingegen Bestand – und brachte ebenso eigenwillige Nachfahren hervor.

Kakadu. Entdeckertag · 15.05 – 15.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Mit Pferdeomnibussen, Autos oder Elektrorollern
Straßenverkehr früher, heute und morgen
Von Corinna Thaon
Grün und auf geht’s, Busse fahren an, Autos brummen und Straßenbahnen quietschen. Das war nicht immer so. Als vor ungefähr 200 Jahren immer mehr Menschen in die Städte zogen, verstopften erst einmal Kutschen die Straßen.

 

Samstag, 23. Juni 2018

Gesichter Europas · 11.05 – 12.00 Uhr · Deutschlandfunk

Jenseits der Propaganda

Der Konflikt um Katalonien

Von Julia Macher und Hans Günter Kellner

Am 27. Oktober 2017 erklärte das katalanische Parlament die Unabhängigkeit der Region von Spanien. Eine rein symbolische Erklärung, haben zahlreiche Abgeordnete später beteuert. Ein Putschversuch, heißt es aus Madrid. Doch so laut die nationalistische Propaganda auf beiden Seiten sein mag: Der Konflikt zwischen den Machtzentren Barcelona und Madrid ist kein Streit verfeindeter Volksgruppen. Denn weder sind alle 7,5 Millionen Katalanen für die Unabhängigkeit, noch verschließen sich in Madrid alle einer Verständigung. Auch deshalb gibt es Grund zur Hoffnung.

Lange Nacht · 0.05 – 3.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Sprachwurzellos

Eine Lange Nacht über den Schriftsteller und Nervenarzt Hans Keilson

Von Daniela Herzberg

Hans Keilson (1909–2011) spielte bei Tanzveranstaltungen im Berlin der 20er-Jahre Trompete. Spielfreude und Eleganz prägen auch seine Romane, Gedichte und Essays. Schon mit 23 veröffentlichte er seinen ersten Roman. Dann wirbelte die Emigration das Leben des jungen jüdischen Arztes und Schriftstellers durcheinander. Sein Berufsleben als Nervenarzt und Psychoanalytiker widmete er den jüdischen Kriegswaisen in den Niederlanden und allen Kindern, die Opfer von Krieg und Verfolgung wurden. Nach dem deutschen Überfall auf sein Exilland Holland schloss er sich dem Widerstand an. Er besuchte jüdische Kinder in ihren Verstecken, um ihnen seelisch beizustehen. In einer einzigartigen Langzeitstudie zeichnete er später ihre Lebenswege nach.

Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 23.05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

Sonntag, 24. Juni 2018

Freistil · 20.05 – 21.00 Uhr · Deutschlandfunk

The Sound of Silence

Stille in lauten Zeiten

Von Burkhard Reinartz

Deutschlandfunk 2018

Die Welt klingt, summt und dröhnt. Absolute Stille gibt es nicht. Immer ist ein Grundrauschen vorhanden, das ganz eigene Klangmuster besitzt. Weil Lärm und Informationsdichte zugenommen haben, wird das Leben heute lauter erlebt als früher. Pausenlos müssen menschliche Gehirne Unmengen an Geräuschen und Tönen verarbeiten. Doch das Gehirn ist darauf nicht eingestellt. Es gibt ein Mittel gegen diese Überforderung: Stille. Jeder musikalische Klang kommt aus der Stille und kehrt zur Stille zurück.

Literatur · 0.05 – 4.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Europäischer Autorengipfel

In Romanen, Erzählungen, Gedichten und Sachbüchern beschreiben Europas Autorinnen und Autoren die Wirklichkeiten des Kontinents – und sie erfinden sie. Sie erzählen, wie man in ihrem Land lebt, und ihre Leser erfahren, welche Gedanken, Erfahrungen, Sehnsüchte, Hoffnungen, Gewissheiten, Ängste und Irrtümer unsere Nachbarn beschäftigen. Während in Berlin ein Treffen zum Europäischen Kulturerbejahr stattfindet, sprechen 20 Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf dem Blauen Sofa darüber, warum sie sich als Europäer fühlen, was ihnen in Europa und der EU fehlt, welches europäische Buch sie schreiben möchten und wo Europa für sie endet. Es nehmen teil: Geert Buelens aus Flandern, Jacques De Decker aus der Föderation Wallonie-Brüssel, Terézia Mora aus Deutschland, Claire North aus Großbritannien, Janne Teller aus Dänemark, Sjón aus Island, Hugo Hamilton aus Irland, Laurynas Katkus aus Litauen, Guy Helminger aus Luxemburg, Pierre Mejlak aus Malta, Hans Marten van den Brink aus den Niederlanden, Maja Lunde aus Norwegen, Tomasz Różycki aus Polen, Hélia Correia aus Portugal, Dana Grigorcea aus der Schweiz, Svetlana Žuchová aus der Slowakei, Sabine Gruber  aus Südtirol und Radka Denemarková aus Tschechien.

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