Hörfunktipps KW 24 für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova

Montag, 11. Juni 2018

Musik-Panorama · 21.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Rheingau Musik Festival 2017

Werke von Arvo Pärt, Sergej Rachmaninow und Igor Strawinsky

Alexander Malofeev, Klavier

Baltic Sea Philharmonic

Leitung: Kristjan Järvi

Dirigent Kristjan Järvi und sein Baltic Sea Philharmonic brechen mit traditionellen Hör- und Sehgewohnheiten. Beim Rheingau Musik Festival 2017 spielte das Orchester Igor Strawinskys ,Feuervogel’-Ballettmusik – auswendig und im Stehen. ,Baltic Folk’ hieß das Programm, das im Kurhaus Wiesbaden erklang. Darunter waren Kompositionen von Arvo Pärt bis Sergej Rachmaninow. Als Klaviersolisten hatten sich die Balten den damals erst 15-jährigen russischen Pianisten Alexander Malofeev eingeladen. Er interpretierte Rachmaninows populäres zweites Klavierkonzert.

 

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Erst zermürbt, dann prämiert

Wie aus Flüchtlingen staatlich geförderte Rückkehrer werden

Von Klaus Schirmer

2016 kehrten 54.000 Flüchtlinge aus Deutschland mit staatlichen Förderprogrammen in ihre Heimatländer zurück, dem gegenüber stehen 27.000 Abschiebungen. Quer durch alle Parteien wird die geförderte Rückkehr der Abschiebung vorgezogen, weil sie für alle Beteiligten weniger belastend, besser planbar und für den Staat um ein Vielfaches kostengünstiger ist. Dafür gibt es bundesweit inzwischen 1.600 Rückkehr-Beratungsstellen. Und das neue Programm ‚Starthilfe Plus‘. Es soll einerseits Flüchtlinge finanziell belohnen, die ihren Asylantrag noch während des laufenden Verfahrens zurückziehen. Andererseits soll es abgelehnte Flüchtlinge dazu animieren, ihre Klage gegen den negativen Bescheid wieder zurückzunehmen.

 

Kriminalhörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Der Mann ohne Gesicht

Von Dorothy Leigh Sayers

Regie: Klaus Zippel

MDR/SWR/SFB-ORB 2002/49’03

Am einsamen Strand von East Felpham liegt die Leiche eines Mannes. Er wurde erwürgt, sein Gesicht ist entstellt, und vom Mörder gibt es keine Spuren. Inspektor Parker von Scotland Yard ermittelt die Identität des Opfers, ein gewisser Mister Plant. Während er glaubt, der Tote habe seinem Mörder, einem Italiener, die Frau ausgespannt, entwickelt Privatdetektiv Lord Peter Wimsey eine viel interessantere Version des Tathergangs.

 

Dienstag, 12. Juni 2018

Das Feature · 19.15 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk

Fremde eigene Gene

Auf der Suche nach dem leiblichen Vater

Von Charlotte Misselwitz

Deutschlandfunk 2018

Ein junger Mann findet über eine Gen-Datenbank heraus, dass sein leiblicher Vater nicht wie behauptet der zeitweilige Lebenspartner seiner Mutter ist. Die Gendaten zeigen, dass er arabische, höchstwahrscheinlich palästinensische Vorfahren hat. Da die Mutter das Geheimnis nicht lüften will, beginnt für ihn eine schwierige Spurensuche. Zusammen mit seinem Halbbruder, einem der jüngsten Richter der Bundesrepublik, findet er heraus, dass seine Mutter und deren Eltern bei der Stasi gearbeitet hatten und so seine Herkunft vertuschen konnten. Nun will der junge Mann – selbst mittlerweile Vater von zwei Kindern – in die Westbank reisen, um seinen leiblichen Vater dort ausfindig zu machen.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Die Einzelkämpfer

Solo-Selbstständige zwischen Arbeit und Armut

Von Wolf-Sören Treusch

Sie arbeiten als Paketboten, Fahrradkuriere und Unternehmensberater, sie sind Kosmetikerin, Kioskbesitzer und Hausmeister. Sie sind Solo-Selbstständige. Doch der Boom, den die Förderung der Ich-AGs zu Beginn des Jahrhunderts auslöste, ist längst vorbei. Denn die Freiheit, sein eigener Chef zu sein, hat auch Nachteile. Im Durchschnitt verdienen Solo-Selbstständige mehr als abhängig Beschäftigte, aber immer noch deutlich weniger als Selbstständige mit mehreren Mitarbeitern. Und dann ist da noch die Krankenversicherung. Viele können sich die hohen Beiträge nicht leisten. Und auch für die Altersvorsorge bleibt Solo-Selbstständigen oft kein Geld.

 

Mittwoch, 13. Juni 2018

Spielweisen · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Wortspiel – Das Musik-Gespräch

Der Dirigent Ingo Metzmacher über Charles Ives’ Konzertouvertüre ,Robert Browning’

Dirigent Metzmacher erläuterte in der Berliner Philharmonie das kühne Werk des amerikanischen Komponisten Ives. Und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin lieferte dazu die ausdrucksstarken Klangbeispiele. Charles Ives (1874–1954) dienten die Wortkunstwerke des englischen Dichters Robert Browning als Inspiration für seine Ouvertüre, die aber eigentlich eine einsätzige Tondichtung ist. Zudem wollte Ives mit seinen musikalischen Mitteln ein Porträt der besonderen Geistigkeit und Spiritualität des Poeten entwerfen. Der Komponist fand in diesem Werk zu einer bis dahin nicht gekannten harmonischen, rhythmischen und melodischen Kühnheit.

Länderreport · 13.05 – 14.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

U.a. Trüb und schlammig – die Spree erholt sich nur langsam

Von Vanja Budde

Die Folgen des Braunkohleabbaus in der Lausitz belasten noch immer Flüsse und Seen in der Umgebung. Obwohl schon vor zehn Jahren mit Gegenmaßnahmen begonnen wurde, ist die Belastung mit Eisenhydroxid und Schwefelsalzen weiterhin hoch. Festgelegte Grenzwerte von Schadstoffen im Trinkwasser werden offiziell zwar nicht überschritten – aber: Wie steht es tatsächlich um die Sanierung?

 

Donnerstag, 14. Juni 2018

Marktplatz · 10.10 – 11.30 Uhr · Deutschlandfunk

Roaming, Datenvolumen und mehr

Der richtige Mobilfunktarif zu Hause und im Urlaub

Hörertel.: 0 08 00-44 64  44 64

marktplatz@deutschlandfunk.de

Gute Zeiten für Smartphone-Besitzer: Die Preise für Telefonieren und Internetsurfen sind so niedrig wie noch nie. Und dank neuer EU-Regeln fallen seit knapp einem Jahr beim Urlaub im europäischen Ausland auch teure Roaming-Gebühren weg. Trotzdem stecken in vielen Mobilfunkverträgen weiterhin unerwartete Kostenfallen. Welche das sind – und worauf Verbraucher beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages sonst noch achten sollten, darüber diskutiert Stefan Römermann im ,Marktplatz’ mit Expertinnen und Experten, sowie Hörerinnen und Hörern.

JazzFacts · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

La Danse du Saxophone

Die französische Musikerin und Komponistin Céline Bonacina

Céline Bonacinas Kompositionen tragen etwas Tänzerisches in sich. Das Spiel der Virtuosin auf dem Bariton- und Sopransaxofon besticht durch Farbenreichtum und Groove. Insbesondere mit dem Baritonsaxofon verbindet Céline Bonacina eine große Liebe. Sie übertrug Bach-Suiten für Violoncello auf ihr Instrument und war mit dem Tieftöner in diversen Pariser Jazzorchestern unterwegs. Inzwischen ist es so etwas wie ihr Markenzeichen geworden: Bonacina nutzt die ganze tonale Bandbreite des Instruments und erzählt musikalische Geschichten, die von Funk-Phrasen bis zu geräuschhaftem freien Spiel reichen.

 

Freitag, 15. Juni 2018

On Stage · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Soul mit Liebe

Die US-Sängerin Grace Love and Band

Wie so viele US-amerikanische Musikerinnern und Musiker, auch jüngerer Generationen, kam Grace Love in einer Gospelkirche in so engen Kontakt mit Musik, dass sie später Profimusikerin wurde. Im Alter von vier Jahren sang sie in der Kirche ihrer Tante in Memphis, seit gut zehn Jahren nun veröffentlicht sie eigene Alben und gibt Konzerte. Zu ihrem Auftritt beim Bluesfestival in Schöppingen brachte Love eine sechsköpfige Band mit, darunter drei Blechbläser. Schon anhand dieser Aufstellung war die musikalische Textur klar: Es gab treibenden Funk und eine ebenso charismatische wie stimmfeste Soulsängerin zu hören. Grace Love zeigte, warum Gospelgesang Menschen zu Tränen rühren kann.

Kakadu. Entdeckertag · 15.05 – 15.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Was ist denn schon normal?
Die kleinen Unterschiede und großen Gemeinsamkeiten
Von Tim Wiese

Eine ist größer, einer ist kleiner, es gibt Leute mit glatten Haaren, welche mit Locken, manche sind dünn, manche sehr kräftig, Blauäugige und Braunäugige. Das finden wir eigentlich normal. Trotzdem werden Menschen wegen ihres Aussehens geärgert, ausgegrenzt oder beschimpft.

 

Samstag, 16. Juni 2018

Gesichter Europas · 11.05 – 12.00 Uhr · Deutschlandfunk

Krumme Gurken

Mythen der Europäischen Union

Von Benjamin Dierks

Vor 30 Jahren schrieb die Europäische Union die maximal zulässige Krümmung von Salatgurken vor, bis heute ein Symbol für den angeblichen Regulierungswahn Brüsseler Bürokraten. Dabei wurde die Verordnung längst abgeschafft. Wie bei vielen Vorschriften war Brüssel gar nicht die treibende Kraft dahinter, dennoch tut das dem schlechten Ruf keinen Abbruch. Das kann zur Gefahr für die Union werden, wie der Brexit zeigt. Und aus Ungarn oder Polen kommen von höchster Regierungsseite Gerüchte, die viel zerstörerischer sind als die Wut über zu viel Bürokratie. ,Gesichter Europas’ zeichnet nach, wie Europas Klischees entstanden und wagt einen Ausblick, wohin sie führen könnten.

Feature · 18.05 – 19.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Auf der Suche nach einem Jugendfreund, der an einer Überdosis gestorben sein soll

Von Patrick Batarilo

Deutschlandfunk Kultur 2018/ca. 54’

(Ursendung)

Ein Jugendfreund ist verschwunden. Angeblich ist er in einer anderen Stadt an einer Überdosis gestorben. Als Jugendlicher streifte er mit Freunden durch Bars. Mit dabei war auch der Autor, bis er nach Berlin zog. Wenn er zurückkehrte, stellte er fest, dass seine Freunde immer extremer lebten. Heroin. Bis eines Tages einer fehlte. Und keiner fragte, was passiert war. Ist das Freundschaft? Und was ist geschehen? Patrick Batarilo weiß nur, in welcher Stadt der Freund zuletzt gelebt hat. Dort macht er sich auf die Suche.

 

Sonntag, 17. Juni 2018

Essay und Diskurs · 9.30 – 10.00 Uhr · Deutschlandfunk

Der andere Blick auf ‘68

Berührungspunkte mit den neuen Rechten

Der Kultursoziologe Thomas Wagner im Gespräch mit Monika Dittrich

1968 war das Jahr von linker Revolte, Studentenbewegung, APO und Flower-Power. Es war aber auch die Geburtsstunde einer Neuen Rechten, sagt der Soziologe Thomas Wagner. Wer sind die neuen Rechten? Wer sind ihre Ideengeber, und worin haben sie ihre Wurzeln? Thomas Wagner stellt erstmalig heraus, wie wichtig 1968 für das rechte Lager war, weil es einen Bruch in der Geschichte des radikalrechten politischen Spektrums markiert, der bis heute nachwirkt. Er hat dazu zahlreiche Gespräche geführt, über die er in ,Essay und Diskurs’ berichtet.

Deutschlandrundfahrt · 11.05 – 11.59 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Spaziergänge mit Prominenten

Olaf Kosert unterwegs mit der Komikerin und Schauspielerin Cordula Stratmann in Köln

Cordula Stratmann ist das beste Beispiel dafür, dass eine Düsseldorferin durchaus Gefallen an Köln finden kann, denn dort lebt die 53-jährige Schauspielerin und Komikerin seit vielen Jahren. Bei allen Unterschieden ist den Menschen beider Städte das Leben am Rhein gemeinsam. Für eine Karnevalssitzung erfand Cordula Stratmann die Kunstfigur Annemie Hülchrath, die als etwas naive Reinemachfrau mit rheinischem Charme zu allem etwas zu sagen hatte. Von der Karnevalsbühne machte sie den Sprung ins Fernsehen, war Teil der WDR-Sendung ‚Zimmer frei!‘ und erhielt für ihre Auftritte in verschiedenen Comedy-Reihen den Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis. Vor all dem Medienrummel arbeitete die studierte Sozialarbeiterin als Familientherapeutin beim Kölner Jugendamt.

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