Montag, 03. April 2017

Musik-Panorama  •  21:05 – 22:50 Uhr  •  Deutschlandfunk

6. Raderbergkonzert 2016/17

Signum Quartett

Paul Watkins, Violoncello

Musik für ein Streichquartett in maximal 140 Noten? Geht! Das Kölner Signum Quartett dockt den musikalischen Aphorismus ans 21. Jahrhundert an. #quartweets heißt das Projekt, mit dem die Musiker seit 2015 die internationale Twitter-Community ermuntern, ihnen kurze Quartette zu twittern. Namhafte zeitgenössische Komponisten sind dem Aufruf bereits gefolgt. Wie wohl ein #quartweet von Leoš Janáček geklungen hätte? Als der Tscheche seine ›Intimen Briefe‹ schrieb, brauchte er jedenfalls mehr als 140 Noten. Und auch Franz Schubert dachte in Themen und Motiven statt in Tweets und Retweets, als er sein Quintett D956 komponierte. Wie #quartweets von heute zwischen den beiden Meisterwerken vergangener Zeiten klingen, das können Sie beim letzten Raderbergkonzert dieser Spielzeit im Deutschlandfunk Kammermusiksaal erleben. Live und analog.

Zeitfragen. Feature  •  19:30 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Auswahl oder Wahl-Aus?

Wen Parteien auf ihre Wahllisten setzen und warum

Von Hilde Weeg und Dietrich Mohaupt

Wenn im September 2017 der 19. Bundestag gewählt wird, dann werden die Wählerinnen und Wähler wieder lange Namenslisten vor sich haben. Mit ihren Erst- und Zweitstimmen entscheiden sie, wer als DirektkandidatIn ins Parlament einzieht und wen die Parteien über die Landesliste entsenden. Wie aber kommen die Namen aufs Papier, und wer bestimmt über die Rangfolge? Ein bundeseinheitliches Verfahren gibt es nicht. Aber überall gilt es, den goldenen Mix zu finden aus Alters-, Geschlechts- und Regionenproporz. Schon lange vor der eigentlichen Wahl wird mehr oder weniger transparent bestimmt, wer das Rennen macht, um ins Rennen zu gehen. Was treibt die Kandidatinnen und Kandidaten an, sich solchen Kämpfen auszusetzen? Wie geht man damit um, wenn andere das Rennen machen? Gilt das böse Wort vom ›Freund, Feind, Parteifreund‹ noch?

Kriminalhörspiel  •  21:30 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Die Freundin

Von Christa Maerker

Regie: Stefanie Lazai

DLR Berlin 2004/52’27

Seit 20 Jahren sind Clara und Olga unzertrennliche Freundinnen. Sie wohnen zusammen in einem kleinen Haus mit Garten und arbeiten für denselben Fernsehsender. Clara und Olga hatten eine Vereinbarung: Nie wieder Männer unter dem gemeinsamen Dach. Doch Clara verliebt sich in Yves. Eines Tages sitzt er in der Küche. Olgas Rache heißt Lissy. Sie zieht in das Haus ein. Der Anfang eines dramatischen Beziehungsgeflechts mit tödlichen Konsequenzen.

 

Dienstag, 04. April 2017

Das Feature  •  19:15 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Im Grenzbereich

Eine deutsche Chirurgin im Nothilfeeinsatz im Südsudan

Von Jörn Klare

DLF/BR 2015

Es ist Carla Böhmes zwölfter Einsatz für eine Hilfsorganisation im Ausland. Meistens ging es für die Chirurgin aus Leonberg, die sonst in einer deutschen Klinik arbeitet, nach Afrika, und dabei immer in Regionen, in denen es irgendwelche Kämpfe oder Kriege gab. Diesmal reist sie im Auftrag von Ärzte ohne Grenzen. Allein die deutsche Sektion der internationalen Organisation schickt jährlich an die 300 Mitarbeiter in eines der zurzeit gut 60 Einsatzländer. Böhmes Ziel ist diesmal eine kleine Klinik im Südsudan. Auch dort wird gekämpft. Viele Opfer fordert auch das Schwarze Fieber, eine Tropenkrankheit. Die 63-Jährige weiß nicht genau, was sie erwartet. Sicher ist: Sie sucht nicht die Gefahr, sie will helfen. Sie ist einverstanden, dass der Autor sie in den ersten Tagen ihres Einsatzes begleitet.

Alte Musik  •  22:00 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Der Tonus peregrinus – ein außergewöhnlicher Psalmton

Von Martin Hoffmann

Der Tonus peregrinus ist ein im wahrsten Sinne des Wortes außergewöhnlicher Psalmton. Sein Name bezieht sich entweder auf den sogenannten Pilger-Psalm ›In exitu Israel de Aegypto‹ (Psalm 113), der auf diesem Ton gesungen wird, oder auf die auffällige Fremdartigkeit im System der acht Psalmtöne. Insofern wird der Tonus peregrinus auch gern als neunter Psalmton bezeichnet. Johann Sebastian Bach verwendet diesen besonderen Psalmton in seinem ›Magnificat‹ BWV 243, in seiner Kantate ›Meine Seel erhebt den Herren‹ und in mehreren Orgelwerken. Der junge Mozart wählt den Tonus peregrinus bereits in seinem frühen Oratorium ›La Betulia liberata‹ KV 118 und schließlich noch einmal für sein ›Requiem‹. Was ist so faszinierend an diesem mittelalterlichen Psalmmodell, dass Komponisten es immer wieder in ihren Werken verarbeiten und zitieren?

 

Mittwoch, 05. April 2017

Querköpfe  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Die Menschen sind ‘ne Krisenherde

Der Klavierkabarettist Matthias Reuter

Ein Porträt von Achim Hahn

Die Schrecken des Alltags sind sein Thema, denn die Menschen sind nun mal ‘ne Krisenherde. Sagt Matthias Reuter, Klavierkabarettist aus Oberhausen und betrachtet in seinem Programm unsere Spezies mit dem nötigen satirischen Know-how. Matthias Reuter ist allerdings kein politischer Kabarettist, obwohl er seinen Unmut über den politischen Alltag in Deutschland immer wieder einfließen lässt. Er propagiert die kleinen, subversiven Handlungen im Alltag, provozierend, absurd, komisch. In seinem aktuellen Programm ›Auswärtsdenken mit Getränken‹ bietet er geistreich-schräge Storys, die er mal als freien Stand-up präsentiert, mal als vorgelesene Geschichte und dann wieder als umfangreiche Ballade: Kabarett als ein Akt der Notwehr. Sozusagen.

Länderreport  •  13:07 – 14:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Letzte Hoffnung Merkel-Land

Europas Jugend in München

Von Tobias Krone

Die prosperierende Großstadt München wird zunehmend ein Anziehungspunkt für junge Menschen aus Süd- und Osteuropa. Denn hier gibt es Arbeit. Manchmal sogar in höher qualifizierten Berufen, in denen sie in ihren Heimatländern keine Chance hätten. Oft aber nehmen sie auch einfache Jobs an, für die diese jungen Erwachsenen überqualifiziert sind. In Kursen mühen sie sich mit der deutschen Sprache ab, und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum stellt eine zusätzliche Belastung dar.

 

Donnerstag, 06. April 2017

Marktplatz  •  10:10 – 11:30 Uhr  •  Deutschlandfunk

Sandburg statt Sauna – Urlaub mit Kindern

Am Mikrofon: Eva Bahner

Hörertel.: 00800.4464 4464

marktplatz@deutschlandfunk.de

Urlaubszeit ist kostbar und will gut geplant sein, besonders mit Familie. Babys mögen im Urlaub noch anspruchslos sein, doch wenn Kinder größer werden, steigen auch ihre Ansprüche: Es wird immer schwieriger, die Interessen aller Familienmitglieder unter einen Hut zu bringen. Reiseziel, Reisetempo und die Unterkunft werden oft nach den Bedürfnissen der Kleinen ausgerichtet. Doch Urlaub auf dem Bauernhof oder im Familienhotel mit Kinderanimation ist nicht jedermanns Sache. Wie lässt sich ein Rad- oder Wanderurlaub mit Kindern planen? Wie kommen auch Eltern im Familienurlaub auf ihre Kosten? Und wie kommen Familien überhaupt bequem und kostengünstig von A nach B? Diese und andere Fragenbeantworten Expertinnen und Experten.

JazzFacts •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kalkulation und Einfühlung

Der Pianist, Komponist und Mathematiker Benedikt Jahnel

Von Thomas Loewner

Benedikt Jahnel hat zwei große Leidenschaften. Der gebürtige Oberbayer ist nicht nur Musikliebhaber und einer der talentiertesten Jazzpianisten und -komponisten seiner Generation, sondern auch promovierter Mathematiker. Erste größere Aufmerksamkeit als Musiker bescherten ihm um die Jahrtausendwende die mehrfach ausgezeichneten Bands max.bab und Cyminology, denen er bis heute angehört. Sein eigenes, 2005 gegründetes Trio brachte ihm schließlich auch die gebührende Anerkennung als Leader. Nirgendwo sonst kommen Jahnels Vorliebe für Abstraktion einerseits und eingängige Melodik andererseits so klar zum Ausdruck wie in der Musik, die er mit dem spanischen Bassisten Antonio Miguel und dem kanadischen Schlagzeuger Owen Howard spielt.

 

Freitag, 07. April 2017

On Stage  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Mit der Kraft der Gospelstimme

US-Sängerin Ruthie Foster

Am Mikrofon: Tim Schauen

Ruthie Foster stammt aus Texas und kam durch ihre Familie mit dem Gospel in Berührung. Schon während ihrer Zeit bei der US-Marine trat sie vor ihren Kameraden auf, später dann mit eigener Band. 1997 erschien ihr Debütalbum, 2007 wurde sie das erste Mal für einen US-Blues Award nominiert und erhielt seitdem zahlreiche Auszeichnungen. Auf der Bühne überzeugt die kleine Frau mit großer Stimme und beeindruckender Ausstrahlung. A cappella, aber auch unterstützt von Samantha Banks am Schlagzeug und Larry Fulcher am Bass, spielte sie Soul, Blues, Rhythm & Blues – getragen von einer charismatischen Soulstimme mit Gospelherkunft.

Klangkunst  •  00:05 – 01:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Mycelium

Von Antye Greie-Ripatti (AGF)

DKultur 2016/ca. 50′

(Ursendung)

Sie wachsen im Verborgenen und bilden dennoch die größten Lebewesen der Welt: Mycelien, die unterirdischen Fadengeflechte der Pilze. Darin sieht die Klangkünstlerin Antye Greie-Ripatti eine Metapher für politischen Aktivismus im Zeitalter des Internet. Auch hier vernetzen sich im Untergrund kleine Zellen, um Großes zu bewirken. Für ihre Radiokomposition ›Mycelium‹ sonifiziert Greie-Ripatti deshalb die Lebensfunktionen der Waldgewächse und kontrapunktiert sie mit Stimmen von Aktivistinnen und Aktivisten aus der ganzen Welt. So entsteht ein vielsprachiges Klanggeflecht, das eine leise, aber nachhaltige Utopie transportiert: Gemeinsam sind wir stark.

 

Samstag, 08. April 2017

Hörspiel  •  20:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Sirius FM – Expedition an den Bandtellerrand

Von Philip Stegers und Ulrich Bassenge

WDR/DLF/SWR 2017/ca. 60′

(Ursendung)

In diesem Hybrid aus Reportage und Science-Fiction-Hörspiel fliegt ein Expeditionsteam vom Sirius zur Erde. Seine Mission: die Suche nach dem Studio für Elektronische Musik, jenem sagenumwobenen Soundlabor im WDR, in dem ab 1953 die Avantgarde der modernen Musik unter Führung von Karlheinz Stockhausen nie zuvor gehörte Klangforschung betrieb. Mit beiden Beinen fest in der Zukunft und in einem Nirvana analoger Maschinen stehend, hörte dieser außerirdische Visionär vor 60 Jahren Klänge vorweg, die sich heute mit verbreiteter Software problemlos abrufen lassen. Doch in unseren Tagen liegt sein Heiliger Gral der Elektronik verborgen unter einem Fitness-
Center im äußersten Kölner Westen, wo ihn die Sirius-Expedition schließlich aufspürt.

Lange Nacht  •  00:05 – 03:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Die beste Zeit im Jahr ist mein

Eine Lange Nacht zum evangelischen Kirchenlied des 16. und 17. Jahrhunderts

Von Siegfried und Thomas Freitag

Vom Ende des 16. bis weit ins 17. Jahrhundert entstehen jene evangelischen Kirchenlieder, die Ausgangspunkt einer 500-jährigen protestantischen Musiktradition geworden sind. Martin Luther schenkte den Deutschen nicht nur über seine Predigten und seine einzigartige Bibelübersetzung eine gemeinsame Sprache, er ist auch der erste evangelische Liedschöpfer, dem sich viele Text- und Melodienschaffende anschließen. Die lebendige Praxis des Choralsingens kann sich im konfessionellen wie im interreligiösen Dialog behaupten. Komponisten der nachfolgenden Zeit – von Johann Hermann Schein, Christian Ludwig Scheidt, Heinrich Schütz bis Dieterich Buxtehude oder Georg Philipp Telemann, von Johann Sebastian Bach bis Johannes Brahms oder Max Reger ließen sich hiervon anregen.

Die ›Lange Nacht‹ wird ab 23:05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

 

Sonntag, 09. April 2017

Konzertdokument der Woche  •  21:05 – 23:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 103 Es-Dur

›Mit dem Paukenwirbel‹

Gustav Mahler

Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Hanna-Elisabeth Müller, Sopran

Düsseldorfer Symphoniker

Leitung: Adam Fischer

Als hätte er den Sonntagsspaziergang von Carl Spitzweg vertonen wollen – so klingen die Tempovorschriften in Gustav Mahlers ›Sinfonie Nr. 4‹: bedächtig, ohne Hast, ruhevoll und sehr behaglich. Für Theodor W. Adorno war das Werk »ein einziges Als-ob von der ersten bis zur letzten Note«. Auch Joseph Haydn hat mit folkloristischen Einsprengseln und Störelementen wie dem Paukenwirbel, der seiner vorletzten Sinfonie den Namen gab, für manche Irritation gesorgt. Adam Fischer und die Düsseldorfer Symphoniker stellen beide Meisterwerke einander als Spiegel gegenüber: ein Doppelspiel mit vielen ironischen Brechungen.

Kakadu Erzähltag  •  07:30 – 08:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Osternacht

Von Sigrid Zeevaert

Gelesen von Lena Vogt

DKultur 2014

Moderation: Ulrike Jährling

Der Osterurlaub fällt dieses Jahr aus, da Mama schwanger ist. Mit einem Neugeborenen kann man schlecht auf einen Campingplatz zum Zelten fahren. Die ganze Familie freut sich auch auf das Baby, nur will das einfach nicht kommen. Dabei war der Termin für die Geburt über zwei Wochen vor Ostern berechnet. Nun ist in wenigen Tagen bereits Ostern und Mama sieht aus, als wenn sie bald platzen würde. Nicht nur sie fragt sich inzwischen, ob das Baby überhaupt noch einmal zur Welt kommen will. Nun ist jedoch erst einmal das große Feuer in der Osternacht wichtig. Freunde von Papa haben sie alle in ihren Garten eingeladen. In dieser Nacht wird das Baby ja wohl kaum kommen. Oder etwa doch?

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