Hörfunktipps KW 12 Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen

Montag, 20. März 2017

Musik-Panorama  •  21:05 – 22:50 Uhr  •  Deutschlandfunk

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Werke von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Franz Strauss, Gioacchino Rossini u.a.

Am Mikrofon: Stefan Braunshausen

Das Repertoire des 19. Jahrhunderts auf historischem Instrumentarium zu spielen, bedeutet auch heute noch für Musikerinnen und Musiker eine besondere Herausforderung, und es ist ein spannendes Abenteuer zugleich. Die beiden jungen, hochvirtuosen schottischen Musiker Alec Frank-Gemmill und Alasdair Beatson haben sich bei ihrer Aufnahme für vier unterschiedliche Hörner und vier verschiedene Hammerflügel entschieden, die aus der Zeit von 1815 bis 1895 stammen. Und so entstanden hier verlorengegangene Klänge aus einer einzigartigen Ära des Instrumentenbaus, die auch die Kompositionen in neuem Licht erscheinen lassen.

Freispiel  •  00:05 – 01:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Kids – Berlin-Kreuzberg: Sieben Mädchen, 365 Tage (5+6/8)

Radio-Doku-Soap in acht Folgen von Katrin Moll

SWR/DKultur 2014/52’54

(Teile 7+8 am 22.3.17)

Hanan, Jamila, Dalia, Adyan, Manuela, Sinem K. und Sinem Y. sind nicht die einzigen Kids mit Migrationshintergrund, in ihrer Klasse gibt es nur ein Mädchen mit deutschen Wurzeln. In Geschichte und Ethik werden die Themen Antisemitismus und Zweiter Weltkrieg durchgenommen. Heiße Diskussionen entbrennen um die Frage, warum das Wort Jude als Schimpfwort missbraucht wird. Jungs sind ein anderes Thema, die erste Liebe und die Ehe. Dabei spielt die Religion immer wieder eine Rolle – was ist halal (erlaubt), was haram (nicht erlaubt)?

Zeitfragen. Feature  •  19:30 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Sex, Lügen und Selbstbestimmung

Erotik im Alter

Von Katrin Albinus

Sexualität und Begehren kennen kein Alter. Das wird allerdings von der Gesellschaft meist verleugnet. Wünschen sich Ehepaare, die in einem Altenheim leben, Raum und Zeit für Intimität, treffen sie häufig auf Widerstände. Alleinstehende Menschen äußern ihr Bedürfnis vielleicht dadurch, dass sie sich am Pflegepersonal vergreifen. Doch wird die Sehnsucht nach Intimität im Alter respektiert, kann das Bedürfnis positiv beantwortet werden – zum Beispiel durch einen Sexualassistenten. Das ist nicht nur gesund für den älteren Menschen, sondern auch für das Pflegepersonal. Die Grünen fordern daher Sex auf Rezept für Pflegebedürftige. Die Autorin stellt u.a. die Hamburger Agentur Nessita vor, die erotische Dienstleistungen für ältere und eingeschränkte Menschen vermittelt.

 

Dienstag, 21. März 2017

Jazz Live  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Jochen Rückert Quartet

Am Mikrofon: Thomas Loewner

Rund 20 Jahre dauert Jochen Rückerts Karriere als Jazzdrummer nun schon, und er hat sich mit seinem sensiblen und gruppendienlichen Spiel längst fest etabliert – sowohl in Europa, aber auch in New York, wo er seit Ende der 90er-Jahre lebt und sich zunächst vor allem als Sideman einen guten Namen gemacht hat. Inzwischen leitet er auch ein eigenes Quartett. Mit dem Tenorsaxofonisten Mark Turner, Gitarrist Lage Lund und Orlando Fleming am Kontrabass tourt Rückert seit mehreren Jahren um die Welt. Die vier Musiker punkten mit organischem Zusammenspiel, fein ausbalanciertem Gruppensound und inspirierten Soli. Sie präsentieren perfekten Straight-ahead Jazz: solide, spannend, stimulierend!

Alte Musik  •  22:00 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Über Klostermauern hinweg

Der Komponist und Prior Meinrad Spieß

Von Magdalene Melchers

Der 1683 geborene Matthäus Spieß kam im Alter von elf Jahren als Schüler in die Benediktinerabtei Irsee, wo er sich 18-jährig für ein Leben als Mönch entschied. Nach seinem theologisch-philosophischen Studium legte er 1707 die Priesterweihe ab. Aufgrund seiner musikalischen Begabung durfte er anschließend als Schüler des kurfürstlichen Hofkapellmeisters für drei Jahre nach München. Nach seiner Rückkehr war Meinrad Spieß als Musikdirektor für die musikalische Gestaltung der Liturgie und der festlichen Anlässe im Stift Irsee verantwortlich. 1743 nahm ihn Lorenz Christoph Mizler als einzigen süddeutschen Komponisten in seine Correspondierende Societät der musicalischen Wissenschaften auf, der unter anderen auch Bach, Händel und Telemann angehörten. Im Alter von 78 Jahren starb Meinrad Spieß im Kloster Irsee. Bis heute werden dort immer wieder seine Werke aufgeführt.

 

Mittwoch, 22. März 2017

Querköpfe  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Liiies doch mal was!

Kabarett und Chanson zwischen Buchdeckeln

Von Stephan Göritz

»Liiies doch mal was!« – diesen Rat, den einst eine von Loriots Knollennasenfiguren gab, sollten auch Kabarett- und Chansonfreunde beherzigen, erschienen doch wieder viele Bücher rund um die sogenannte Brettl-Kunst. So rechnet der Kabarettist Bernd-Lutz Lange heiter mit dem sogenannten Zeitgeist ab und auch der Lesebühnenautorin Lea Streisand gelingt es, in jeder Situation die Komik zu entdecken. Und der Schauspieler Walter Plathe verrät in seiner Autobiografie, warum es ihn immer wieder drängt, fast 100 Jahre alte Kabarettnummern von Otto Reutter oder Kurt Tucholsky heute auf die Bühne zu bringen.

Feature  •  00:05 – 01:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Kids – Berlin-Kreuzberg: Sieben Mädchen, 365 Tage (7+8/8)

Radio-Doku-Soap in acht Folgen von Katrin Moll

SWR/DKultur 2014/53’50

Die Kids stehen kurz vor einem neuen Lebensabschnitt. Was ist aus ihren Träumen geworden? Hanan wollte eine Bäckerei eröffnen, Sinem Y. Ärztin werden. Aber nicht alle Mädchen dürfen an den Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss teilnehmen. Jamila und Adyan bereiten sich auf ihre Präsentation vor: ›Die Rolle der Frau im Islam‹. Nach den Sommerferien werden einige aufs Gymnasium gehen, andere auf Berufsschulen. Die Kids sind ein bisschen wehmütig, wo werden sie in fünf Jahren stehen?

 

Donnerstag, 23. März 2017

Marktplatz  •  10:10 – 11:30 Uhr  •  Deutschlandfunk

Mieterstrom und Bürgerkraftwerk – gemeinsam Energie erzeugen und nutzen

Am Mikrofon: Georg Ehring

Hörertel.: 00800.4464 4464

marktplatz@deutschlandfunk.de

Solarstrom selbst zu erzeugen ist inzwischen weit billiger als Elektrizität vom Energieversorger. Davon können viele profitieren: Hausbesitzer sowieso, aber auch Mieter und Nachbarn eines Hauses mit Solaranlage. Inzwischen ist es möglich und oft auch attraktiv, selbst erzeugten Strom privat weiter zu verkaufen. Auch der Zusammenschluss mehrerer Verbraucher und Erzeuger zum gemeinsamen Einkauf oder Verkauf von Energie kann Vorteile bringen. Lohnt sich so etwas für mich? Welche rechtlichen Bestimmungen sind zu beachten? Und wie läuft die Abrechnung beim privaten Stromhandel? Über diese und andere Fragen rund um neue Energien diskutiert Georg Ehring mit Hörerinnen und Hörern und Experten.

Kakadu. Quasseltag  •  15:05 – 15:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Bretter, die die Welt bedeuten

Wir quasseln übers Theaterspielen

Moderation: Ulrike Jährling

Moritz kommt aus Berlin. Er ist ein hochbegabter Junge mit viel Fantasie und Kreativität und geht noch zur Schule. Das Besondere: Er schreibt eigene Theaterstücke oder bearbeitet sie, passt sie für die Aufführung im Theater an und spielt auch mit gleichaltrigen Kindern Theater. Moritz ist auch Kindersynchronsprecher. Und vor Kurzem ist sein erstes Buch erschienen. Im Februar hat er ein literarisches, theatralisches und musikalisches Programm zusammengestellt. Er will Schauspieler werden und eine Schauspielschule besuchen. Nun ist er bei uns im Studio und wir können ihn fragen, wie er auf seine Ideen kommt. Was ihm am Theater solchen Spaß macht. Oder ob er insgeheim schon von Hollywood träumt.

 

Freitag, 24. März 2017

On Stage  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Vom Wurzelwerk zur kompositorischen Freiheit

Die dänische Musikerin Helene Blum

Am Mikrofon: Thekla Jahn

Seit Jahren schön gehört die dänische Musikerin zu den großen Stimmen ihrer Heimat. Sie hat sich tief hineingearbeitet in den nordischen Folk und sich zugleich von der zeitgenössischen Singer/Songwriter-Kunst inspirieren lassen. Mittlerweile flirtet sie auch mit dem Pop und öffnet sich dem Jazz. Ihre Arrangements sind transparent, ihre Stimme ist kristallklar und die Sängerin reich an Ausdrucksmöglichkeiten. Auf ihrer neuen Tour ›Droplets of Time‹ wird sie von der Helene Blum & Harald Haugaard Band begleitet.

Klangkunst  •  00:05 – 01:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

CTM Radio Lab: Happy New Fear

Von Rima Najdi

DKultur/CTM-Festival in Zusammenarbeit mit Goethe-Institut, SoCCoS, ORF musikprotokoll im steirischen herbst und Ö1 Kunstradio 2017/ca. 54’30

(Ursendung)

Was tut eine Gesellschaft in Angst? Hört sie auf zu funktionieren, oder verdrängt sie und macht weiter? Leben wir allein mit unserer Angst, oder teilen wir sie? Wie können wir über solche Gefühle sprechen? Diese Fragen thematisierte die libanesische Künstlerin Rima Najdi 2014 in ihrer Performance ›Madame Bomba: The TNT project‹. Mit einer Bombenattrappe um den Körper ging sie durch Beirut und personifizierte so, was alle dachten: An jeder Straßenecke könnte der nächste Anschlag auf mich warten. Ihre Erfahrungen als Madame Bomba hat Rima Najdi nun zu einem Hörspiel verarbeitet.

 

Samstag, 25. März 2017

Studio LCB  •  20:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin

Lesungen: Hartmut Lange

Moderation: Jan Drees

Am 31. März wird der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Hartmut Lange 80 Jahre alt. Zuvor reist er aus Rom, wo er gerade ein Jahresstipendium in der ›Villa Massimo‹ inne hat in seine Heimat Berlin, um im ›Studio LCB‹ drei bislang unveröffentlichte Novellen zu lesen – und um Auskunft zu geben über sein Leben, sein Werk und jene Gattung, der er seit Jahrzehnten treu bleibt: die Novelle. Als Erneuerer der Novelle wird Lange, der als Theaterautor seine Karriere in der DDR begann, seit Jahrzehnten gefeiert. Gesprächspartner dieses Abends sind der Herausgeber und Essayist Sebastian Kleinschmidt und der Literaturwissenschaftler und Novellenspezialist Andreas Blödorn von der Universität Münster.

Lange Nacht  •  00:05 – 03:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Dieser Paragraf Hoffnung

Eine Lange Nacht vom Loslassen

Von Margarete Groschupf

Manche Familienkonflikte sind nicht lösbar, das Leben geht trotzdem weiter. Was tun? Menschen erzählen vom Loslassen, vom Verlassen der Familie. Das sind schmerzhafte und anstrengende Prozesse, es geht nicht nur um den äußeren Schritt. Danach allerdings winkt die Freiheit, man selbst zu sein und die Chance, radikal künstlerisch zu arbeiten. Eine ›Lange Nacht‹ über Lebenswege, auf denen sich Aufbegehren und Verzweiflung, Hoffnung und Ernüchterung immer wieder begegnen.

Die ›Lange Nacht‹ wird ab 23:05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

 

Sonntag, 26. März 2017

Forschung aktuell  •  16:30 – 17:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Wissenschaft im Brennpunkt

Auslese – Naturwissenschaftliche Fach- und Sachbücher

Überschätzte Gene – Was unser Erbgut wirklich verrät

Mit Ralf Krauter, Dagmar Röhrlich und Michael Lange

Als Wissenschaftler 2001 verkündeten, sie hätten das menschliche Erbgut entschlüsselt, sorgte das weltweit für Schlagzeilen. Doch die hehren Hoffnungen wurden enttäuscht. Die revolutionären Durchbrüche in der Medizin, die Bioforscher damals in Aussicht stellten, sind ausgeblieben. Den Bauplan des Lebens zu kennen, heißt eben noch lange nicht, ihn wirklich zu verstehen. Außerdem kristallisiert sich zunehmend heraus, dass die Macht der Gene jahrzehntelang überschätzt wurde. Aktuelle Sachbücher ziehen kritisch Bilanz und beleuchten neueste Erkenntnisse, die besagen: Unser Verhalten beeinflusst, welche Gene aktiv sind. Welche Neuerscheinungen lesenswert sind, verrät das Sachbuchtrio.

Kakadu. Erzähltag  •  07:30 – 08:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Drei Akrobaten und 1000 Piraten

Von Martin Klein

DKultur 2017

(Ursendung)

Moderation: Ulrike Jährling

Tom freut sich auf die Reise zu seiner Tante in Hamburg. Ein Ausflug zum riesigen Hafen und ein Stadionbesuch beim Piraten-Fußballverein FC St. Pauli stehen auf dem Programm. Außerdem gibt es bei Tante Vera stets leckeres Essen. Toms bester Freund begleitet ihn in der Hansestadt, und so können die beiden dort gemeinsam ihrer liebsten Leidenschaft nachgehen. Tom und Axel sind Alltagsakrobaten. Sie klettern, hüpfen und springen, wo immer sie sind. Zu ihrer Verwunderung finden sie in Toms kleiner Kusine Cora eine mindestens ebenbürtige Partnerin, und das ist nicht die einzige Überraschung, die auf die Freunde wartet.

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