Hörfunktipps KW 11 Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova

Montag, 12. März 2018

Musik-Panorama · 21.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Mozartfest Würzburg 2017

Werke von Josef Mysliveček, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn

London Mozart Players

Howard Shelley, Klavier und Leitung

„Mozart 36 – Was ist Reife?” Diese Frage stellte das Mozartfest Würzburg im vergangenen Jahr. Die London Mozart Players und Pianist Howard Shelley antworteten musikalisch, indem sie Mozarts erstes und letztes Klavierkonzert gegenüberstellten. Im Fall des Wunderkinds Wolfgang Amadeus Mozart scheint der Begriff der Reife eigentlich obsolet zu sein. Oder vielleicht doch nicht? Neben den beiden Mozart-Klavierkonzerten spielte das Ensemble aus England Werke des Mozart-Verehrers und Freundes Joseph Haydn sowie des Tschechen Josef Mysliveček, der wiederum ein Jugendidol Mozarts war.

 

Freispiel · 0.05 – 1.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Idiotie & Widerstand

Hörspiel von Macchina Som Allstars

Deutschlandfunk Kultur 2018/52‘35

(Ursendung)

Und wenn es doch die Idioten sind, die das glückliche Leben retten? Die Gütigen und Einfältigen. Die Eigensinnigen, die sich nicht hetzen lassen. Die fröhlichen Winkelbewohner und die sich hemmungslos Verschwendenden. Das Autorentrio hat jahrelang angewandte Idiotenforschung betrieben, Salons und Performances veranstaltet und manch grandioser Idiotie beigewohnt. Macchina Som Allstars öffnet das Archiv, vermisst die Anweisungen des Widersinns und lauscht den Botschaften jenseits der Optimierung.

 

Kriminalhörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Schwarzblut

Von Dirk Josczok

Deutschlandfunk Kultur 2018/54‘29

(Ursendung)

Ilka, Sandra und Kimo studieren an der Musikhochschule Piano, Cello und Violine. Dreimal in der Woche üben die Studenten in der Wohnung der Mädchen. Als Kimo pünktlich zu einer Probe vor der Wohnungstür steht, ist diese nur angelehnt. Er findet Ilka tot im Flur und von Sandra fehlt jede Spur. Kommissar Magnus und sein Team ermitteln. In voller Besetzung – denn Freddy meldet sich nach ihrer Auszeit zum Dienst zurück. Aber die Beziehung zu ihrem Chef kriselt. Und der Fall wird immer rätselhafter.

 

Dienstag, 13. März 2018

Das Feature · 19.15 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk

Vogelfrei

Leben mit Personenschutz

Von Rosvita Krausz

Deutschlandfunk 2018

Hamed Abdel-Samad, 45, ägyptischer Politikwissenschaftler, Historiker und Publizist, verbreitet in Büchern, Fernsehbeiträgen und Talkshows provokante Thesen zum Islam. Seine Bücher ,Ist der Islam noch zu retten?’, ,Mohamed – eine Abrechnung’ oder ,Der islamische Faschismus’ bescheren ihm seit Jahren Morddrohungen und Hassmails aus dem gegnerischen Lager. Seitdem lebt Hamed Abdel-Samad unter Polizeischutz und ist auf der Flucht. Auch die türkische Publizistin und Rechtsanwältin Seyran Ates, 54, die mit ihrer liberalen Moschee für weltweiten Aufruhr sorgte, muss neuerdings mit Personenschutz leben. Die Autorin hat sie und andere Publizisten und Menschenrechtskämpfer getroffen, die für ihre Meinungsfreiheit einen hohen Preis bezahlen.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Bewegte Arbeitspausen und Jogging-Portale

Wie die Wirtschaft Mitarbeiter gesund halten und Kunden binden will

Von Elmar Krämer

Unternehmen bestellen Personal-Trainier für die Mittagspause. Die Belegschaften diverser Start-Ups gehen gemeinsam joggen, machen Yoga oder Krafttraining. Besuche von Fitnessstudios dürfen als Arbeitszeit abgerechnet werden – bringt das gesündere und geistig wachere Mitarbeiter oder warum investiert die Wirtschaft in Körper und Geist der Angestellten? Sportartikelhersteller gehen neue Wege der Kundenbindung: Sportliche Stützpunkte mit großem Kursangebot, kostenlose Lauftreffs in der ganzen Welt, professionelle Betreuung und medizinische Beratung und das alles kostenlos? Sind die Produkte der unterschiedlichen Firmen derart ähnlich, dass es einer Community bedarf, um sich als Marke zu profilieren?

 

Mittwoch, 14. März 2018

Spielweisen · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Wortspiel – Das Musik-Gespräch

Der Flötist Sébastian Jacot über Brian Ferneyhoughs ,Cassandra’s dream song’ für Flöte solo

Lange Jahre galt ,Cassandra’s dream song’ als unspielbar – erst vier Jahre nach seiner Entstehung wurde das Werk uraufgeführt. „Ich hätte nie gedacht, dass man so viele Spielanweisungen pro Quadratmillimeter Papier unterbringen kann“ – so Sébastian Jacot zur Partitur der elfminütigen Komposition. Millimeter für Millimeter hat Jacot das Notengebirge erkundet, und jede Aufführung ist immer wieder nur ein neuer Annäherungsversuch. Die Grenzen des technisch Möglichen auszuloten, gehört wie immer bei Ferneyhough auch zum ästhetischen Konzept von ,Cassandra’s dream song’. Im Gespräch mit Christoph Schmitz zeigt Sébastian Jacot am Instrument, welche Herausforderungen es zu meistern gilt, wie das Stück komponiert ist und was es zu sagen hat.

Hörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Krieger im Gelee

Von Claudius Lünstedt

DKultur 2016/59‘30

Immer nach dem Fechtunterricht schaut sich der 14-jährige Mervin teure Uhren in den Auslagen an. Seine Eltern können sich solche Geschenke leisten und behüten ihren Sohn, der sich nach der weiten Welt und Freundschaft sehnt. Eines Tages bekommt er ein Angebot. Am andern Ende der Stadt sitzt Martin täglich acht Stunden auf seinem harten Holzstuhl und kasteit sich mit Gedanken und geregelten Abläufen. Dann läuft alles aus der Bahn.

 

Donnerstag, 15. März 2018

Marktplatz · 10.10 – 11.30 Uhr · Deutschlandfunk

Achtung Tierhalter: Herrchen und Frauchen haften für ihre Vierbeiner

Am Mikrofon: Birgid Becker

Hörertel.: 0 08 00-44 64  44 64

marktplatz@deutschlandfunk.de

Herrchen und Frauchen sind immer in der Pflicht. Sei es, dass der Kater einen Auffahrunfall provoziert, das Pony die Nachbarstochter tritt, ja selbst, wenn der Hund den Tierarzt beißt, Tierhalter sind stets haftbar. Nicht alles aber lässt sich mit einer Tierhalter-Haftpflichtversicherung abfangen, und selbst bei denen steckt die Tücke im Detail. Zuweilen sind die Deckungssummen zu niedrig, Policen schließen Schadenereignisse aus oder Versicherungsunternehmen weigern sich, Problemfälle abzusichern.

JazzFacts · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Feinstes Klanggewebe

Der Holzbläser Niels Klein und sein Ensemble LOOM

Von Thomas Mau

LOOM – so nennt der Kölner Saxofonist und Klarinettist Niels Klein sein kompositorisches Großprojekt. Es verkörpert seine Reverenz an den orchestralen Cool Jazz, der in Gerry Mulligans Concert Jazz Band oder in Miles Davis’ Birth of the Cool seinen Ausdruck fand, aber auch in den Arrangements von Orchesterleitern wie Gil Evans und Claus Ogerman sowie der Kompositorik von Henri Dutilleux. Niels Klein gefällt die Allegorie des Webstuhls (Loom) als Name für sein Projekt: „Während auf der einen Seite feinstes Garn versponnen wird, rattern die Räder und es knarzt ordentlich im Gebälk.” Dabei geht es Klein weniger um die dynamische Energie einer Big Band, sondern eher um die komplexen Strukturen, die mit einer großen Besetzung möglich sind.

 

Freitag, 16. März 2018

Milestones – Jazzklassiker · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Charles Lloyd zum 80. Geburtstag

‚Of Course, Of Course‘ (1965),‚Lift Every Voice‘ (2002), ‚Sangam‘ (2006)

Als der Tenorsaxofonist Charles Lloyd einst mit der Chico Hamilton Band auftrat, pilgerten Rockbands wie The Doors und The Grateful Dead in die Clubs, um seine Musik zu hören. 1966 spielte er mit Keith Jarrett beim Monterey-Festival, eine Tournee durch den Ostblock 1967 mit Konzerten in Tallinn, Leningrad und Moskau entwickelte sich zum Triumphzug mit politischem Nachbeben. In den 70er-Jahren zog sich Charles Lloyd für lange Zeit von der Musikszene zurück und lebte in Big Sur/Kalifornien. Dann gelang ihm mit dem Pianisten Michel Petrucciani ein Comeback, doch wieder verschwand er nach nur zwei Jahren. Erst 1988, nach der Genesung von einer lebensgefährdenden Krankheit, hatte Lloyd neue Kräfte gesammelt, um wieder Fuß zu fassen. Karl Lippegaus gratuliert dem Künstler, dessen Kreativität ungebrochen ist, zu seinem 80. Geburtstag.

Einstand · 22.00 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Die leichte Muse ist das Schwere

Junge Dirigenten erobern die Welt der Operette

Von Claus Fischer

Das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates ist eine Institution, die sich seit Jahren um die Förderung des Nachwuchses am Pult kümmert, und das mit Erfolg. Dabei hat man nicht nur die traditionellen Genres wie Sinfonik und Oper im Blick, sondern auch die Operette. Anfang des Jahres fand in der Musikalischen Komödie Leipzig, einem der renommiertesten Operettentheater im deutschen Sprachraum, der Operettenworkshop 2017 für junge Dirigenten statt, bundesweit die einzige Veranstaltung dieser Art. Drei junge Maestri haben dabei die Operette ‚Das Lied der Liebe‘ von Erich Wolfgang Korngold einstudiert.

 

Samstag, 17. März 2018

Hörspiel · 20.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Blatnýs Kopf oder: Gott, der Linguist, lehrt uns atmen

Von Christine Nagel

rbb/Dlf 2017

(Ursendung)

Der tschechische Lyriker Ivan Blatný (1919–1990) galt viele Jahre als verschollen. Eine Lesereise nach England nutzte er 1948 zur Flucht aus der Tschechoslowakei und wurde daraufhin zur persona non grata erklärt. Staaten- und mittellos war Blatný von nun an. Er suchte Schutz hinter den Mauern einer englischen Psychiatrie. Doch seine wahre Zuflucht fand Blatný im Schreiben. Mit 280.000 Versen auf 5.500 Notizbuchseiten, auf Tschechisch, Französisch, Englisch und Deutsch, erfüllte er sich seinen Lebenswunsch: im Schreiben existieren zu können. Sprache war ihm Lust und ein einziges Vergnügen.

Lange Nacht · 0.05 – 3.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Der Erfinder des modernen Romans

Eine Lange Nacht über Laurence Sterne

Von Michael Langer

Laurence Sterne (1713–1768) zählt zu den ganz Großen der Weltliteratur. Doch nicht erst nach seinem Tod am 18. März 1768 wurde ihm viel Ruhm zuteil, sondern bereits zu Lebzeiten genoss er die Ehre und feierte rauschende Erfolge mit seinem ‚Tristram Shandy‘. Noch immer gilt er als einer der kühnsten Experimentatoren des Romans. Am 24. November 1713 kam Laurence Sterne in Irland als Sohn eines englischen Offiziers zur Welt. Ein Onkel ermöglichte ihm das Theologiestudium in Cambridge. Als Landpfarrer wirkte er in der Nähe von York, und schon bei seinen Predigten führte er die spitze Feder. Mit seinem ‚Tristram Shandy‘ schnitt er schließlich alte Bärte ab, was zwar manchen gegen ihn aufbrachte, aber die meisten dann doch zum Lachen gebracht hat. Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 23.05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

 

Sonntag, 18. März 2018

Essay und Diskurs · 9.30 – 10.00 Uhr · Deutschlandfunk

Kölner Kongress 2018 – Erzählen in den Medien

Unkreatives Schreiben – warum?

Ein Gespräch mit Kenneth Goldsmith

Im 21. Jahrhundert haben Technologie und Internet die Bedingungen für Literatur neu geschaffen. Sie erfordern erweiterte Definitionen und Ideen für das, was man bislang Kreatives Schreiben nannte. Dichter und Hochschullehrer Kenneth Goldsmith, Autor von ,Uncreative Writing’, schlägt neue Verfahren vor. Kenneth Goldsmith ist Konzeptkünstler, Dichter und Literaturwissenschaftler. Er lehrt an der University of Pennsylvania ,Uncreative writing’ und ,Interventionist writing’ und erregte internationale Aufmerksamkeit durch sein Kunstprojekt ,Printing out the internet’ und seine revolutionäre Poetik. 2017 erschien sein Buch unter dem Titel ,Uncreative Writing – Sprachmanagement im digitalen Zeitalter’ bei Matthes & Seitz Berlin auf Deutsch.

Kakadu für Frühaufsteher · 7.30 – 8.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Erzähltag

Stella heißt Stern

Von Mara Schindler

Deutschlandfunk Kultur 2018

Es gibt Tage, da läuft im Leben von Stella alles schief. Die Tomaten sind ihr aufgeplatzt, immer sind die beiden kleinen Zwillinge wichtiger und nun soll sie sich auch noch bei Frau Schulz entschuldigen. Weil sie der Nachbarin in die Hand gebissen hat. Sicher, dass Beißen nicht gut ist, weiß sie selbst. Aber was hätte Stella denn machen sollen? Die Nachbarin hat sie am Arm gepackt, und auch dann noch nicht losgelassen, als Stella sich wehrte und befreien wollte. Nun ist sie auf dem Weg zu Papa. Aber der ist nicht in seinem Büro. Da Stella weiß, wo der Schlüssel versteckt ist, kann sie die Tür aufschließen. Dann wird sie eben auf Papa warten…

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