Hörfunktipps KW 10 Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen

Montag, 06. März 2017

Musik-Panorama  •  21:05 – 22:50 Uhr  •  Deutschlandfunk

5. Raderbergkonzert 2016/17

Gewandhaus-Quartett

Sébastian Jacot, Flöte

Das Leipziger Gewandhaus-Quartett ist die weltweit älteste und ohne Unterbrechung existierende Streichquartettformation. Seit mehr als zwei Jahrhunderten ist sie traditionell besetzt mit den jeweiligen Konzertmeistern, dem Solobratscher und dem Solocellisten des Gewandhausorchesters. Als Gast im 5. Raderbergkonzert der Saison wird das Gewandhaus-Quartett begleitet von einem neuen Orchesterkollegen, dem aus der Schweiz stammenden Soloflötisten Sébastian Jacot. Er gewann 2015 einen 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und dem englischen Komponisten Brian Ferneyhough (*1943) verbinden die Künstler Tradition und Gegenwart.

Zeitfragen. Feature  •  19:30 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Mit Recht Konflikte lösen

Über die Arbeit der internationalen Gerichte

Von Annette Wilmes

Der ehrwürdige Friedenspalast in Den Haag beherbergt wichtige Institutionen. Der Ständige Schiedshof hat hier seinen Sitz, ebenso der Internationale Gerichtshof. Mit diesem Gericht nicht zu verwechseln ist der Internationale Strafgerichtshof, ebenfalls mit Sitz in Den Haag, das sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts zur juristischen Hauptstadt der Welt entwickelt hat. Aber nicht nur hier gibt es internationale Gerichte – der Internationale Seegerichtshof in Hamburg, der Internationale Sportgerichtshof mit Sitz in Lausanne, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, der interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte in Costa Rica –, die bei aller Unterschiedlichkeit längst bewiesen haben, dass sie – langfristig betrachtet – für den Weltfrieden und demokratische Entwicklungen dringend notwendig sind.

Kriminalhörspiel  •  21:30 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Jil und Khaled

Von Joy Markert

Regie: Alexander Schuhmacher

DKultur 2015/52’59

Buchhändler Haug ist zu einer Tagung in Berlin. Hier lernt er die junge Jil kennen und verliebt sich in sie. Bei einem Überfall auf ein Restaurant, das die beiden besuchen, wird Jil verletzt. Seit Längerem schon fühlt sie sich von ihrem Halbbruder Khaled verfolgt. Ihr gemeinsamer Vater kommt aus Sansibar, Jils Mutter ist Deutsche. Der Buchhändler bittet Privatdetektivin Cher Ebinger um Hilfe. Sie entdeckt die Memoiren einer Prinzessin aus Sansibar, geschrieben vor 130 Jahren, die sie auf die richtige Spur bringen.

Dienstag, 07. März 2017

Das Feature  •  19:15 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

»Erinnert Euch an mich«

Nestor Machno und seine ukrainische anarchistische Volksarmee

Von Mark Zak

DLF 2017

Russischer Bürgerkrieg von 1917 bis 1921. Nirgendwo wütete er so brutal und vernichtend wie in der Ukraine. Die selbst ernannte Revolutionäre Aufständische Armee der Ukraine, eine Bauern-Partisanen-Truppe unter dem Kommando des Anarchisten Nestor Machno, kämpfte gegen alle: Weiße Garde, Ukrainische Nationalisten, Deutschösterreichische Truppen und Rote Armee und versuchte im Südosten des Landes eine herrschaftsfreie Gesellschaft aufzubauen. Nestor Machno, von der Sowjetischen Geschichtsschreibung zum Banditen degradiert, von den Anarchisten in aller Welt als Held, als ukrainischer Che Guevara verherrlicht, hat mit seinen Freischärlern den Ausgang des Bürgerkriegs zugunsten der Bolschewiki entscheidend beeinflusst. Wer war dieser Mann, der 1934 in Paris starb? Zeitzeugen erinnern sich.

Zeitfragen. Feature  •  19:30 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Kein Auto vor der Tür

Wege zur lebenswerten Stadt

Von Manuel Waltz

Es ist immer noch bedeutendes Statussymbol der Deutschen: das eigene Auto. Doch es wird zunehmend als Problem wahrgenommen, vor allem in den Innenstädten. Dort ist die Luft nach wie vor schlecht, Straßen durchschneiden die Quartiere, Parkplätze beanspruchen den knappen und wertvollen Raum. Jahrzehnte hat sich Stadtplanung der Idee der autogerechten Stadt untergeordnet. Es bedeutet ein völliges Umdenken, wenn künftig die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern im Zentrum der Planungen stehen. Zaghaft hat dieser Prozess bereits begonnen, er wird noch Jahrzehnte dauern. Danach werden sich Städte radikal verändert haben, sie werden entschleunigt und leiser sein, die Luft wird besser werden und das Leben in ihnen wird nicht zuletzt sicherer sein.

Mittwoch, 08. März 2017

Querköpfe  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Der 13. Politische Aschermittwoch der Kabarettisten in Berlin

Der Politische Aschermittwoch der Kabarettisten ist – so beschreibt es Gastgeber Arnulf Rating – die jährliche Abrechnung mit den herrschenden Zuständen, der Gegenpol zum Politischen Aschermittwoch der Parteien. Während Politprofis an diesem Tag in die bierluftgeschwängerten Festzelte der Provinz enteilen, füllen scharfe Zungen das politische Vakuum in der Hauptstadt wortgewandt aus, und sie versammeln sich zu einer Koalition der Satire. In diesem Jahr dabei sind Nessi Tausendschön, Urban Priol, Wilfried Schmickler, Florian Schroeder und Nico Semsrott.

Hörspiel  •  21:30 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Das Dorf ist überall – ein Landtagebuch

Von Beate Becker

DKultur/HR 2016/ca. 54′

(Ursendung)

Sie lebt mit Mann und Kind in einem kleinen Dorf in der Pfalz und muss feststellen: Das Landleben ist schön, aber anders. Und es ist nichts für Anfänger, vor allem, wenn man aus der Großstadt kommt. Hier ist jeder Tag ein Sonntag. Im Dorf gibt es kein Geschäft, kein Kino, kein Museum, und der nächste Bioladen ist 27 km entfernt. Man lebt nicht im Altbau, sondern im Eigenheim und fährt ein neues Auto. Das Dorf singt zusammen im Chor und geht auf Beerdigungen. Höhepunkt des Jahres ist das Dorffest, die Kerwe.

Donnerstag, 09. März 2017

Marktplatz  •  10:10 – 11:30 Uhr  •  Deutschlandfunk

Anders reisen

Für und Wider von Voluntourismus

Am Mikrofon: Jule Reimer

Hörertel.: 00800.4464 4464

marktplatz@deutschlandfunk.de

Das eigene Handwerkerwissen beim Wiederaufbau einer Schule nach einem Erdbeben einsetzen, als Krankenpfleger in einer Gesundheitsstation in Nepal aushelfen, in Bolivien oder Bulgarien Heimkinder mitbetreuen, Bären in Kanada oder Elefanten im Nationalpark auf Sri Lanka zählen, statt am heimischen Bürocomputer Excel-Dateien zu füllen: Das englische Wort Voluntourism steht für die Verbindung von Tourismus und ehrenamtlichem Kurzzeiteinsatz im Ausland – der Reisende zahlt fürs Arbeiten. Unsere und Ihre Fragen zu dieser anderen Form des Reisens diskutiert Jule Reimer mit Gästen im Rahmen der Welttourismusmesse ITB in Berlin.

Historische Aufnahmen  •  22:05 – 22:50 Uhr  •  Deutschlandfunk

Vivaldis Kalenderblatt

Die ›Vier Jahreszeiten‹ im interpretatorischen Wandel

Am Mikrofon: Norbert Hornig

Ob im Kaufhaus, als Klingelton oder an der heimischen Stereoanlage: Antonio Vivaldis ›Vier Jahreszeiten‹ sind allgegenwärtig, sie sind ein Hit der Barockmusik, von dem sich wohl jeder angesprochen fühlt. Die Vivaldi-Renaissance im 20. Jahrhundert führte seit den 50er-Jahren zu einer wahren Flut von Aufnahmen des berühmten Konzertzyklus’, der zu den Favoriten der Geiger und Produzenten gehört, damals wie heute. Und es ist erstaunlich, welche Vielfalt an Deutungen diese lautmalerische Musik zulässt, angefangen bei der Ersteinspielung von 1947 mit dem Geiger Louis Kaufmann, der italienischen ›I Musici‹-Tradition, den ersten Aufnahmen mit Geigern der Alte-Musik-Bewegung oder den völlig gegensätzlichen Spielweisen von Gidon Kremer und Anne-Sophie Mutter.

Freitag, 10. März 2017

Das Feature  •  20:10 – 21:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kölner Kongress 2017

Live aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal:

Freitagabend um zehn nach acht in Deutschland

Von Tina Klopp und Johannes Nichelmann

Am Mikrofon: Diane Hielscher

Wie klingt der Freitagabend? Ein Live-Feature aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal vertauscht die Rollen und stellt für 50 Minuten alle Kanäle auf Empfang: Nicht wir senden – Sie senden! Die Reporter haben die Aufgabe, um 20.10 Uhr eine Tür zu öffnen und uns daran teilhaben zu lassen, was sie dort hören. Das kann ein Familienabend vor der Glotze sein oder ein klandestines Treffen einer schlagenden Verbindung, die Schauspielerin bei der Theaterpremiere oder das nachbarschaftliche Treffen im eigenen Wohnblock. Die akustischen Fäden dieser Liveberichte laufen im Kammermusiksaal zusammen – die Bühne wird zum offenen Studio. Die Hörerreportagen aus ganz Deutschland kompilieren einen Soundmix des deutschen Freitagabends. Mit Publikum, mit einer Band, mit einer Moderatorin, die das Geschehen kommentiert.

Kakadu. Entdeckertag  •  15:05 – 15:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Ein Platz für Tiere

Moderation: Patricia Pantel

Wer sich für Tiere interessiert, der kann zum Beispiel in den Zoo gehen und dort live Löwen, Kamele oder Bären beobachten. Oder man schaltet das Fernsehen ein. Fast jeden Tag gibt es dort eine Tiersendung. Die Kameraleute führen uns so nah an Elefanten oder Krokodile heran, wie wir es selbst niemals wagen würden. Alle diese Tiersendungen gehen auf eine Sendung zurück, die im Oktober 1956 das erste Mal über den Bildschirm lief. ›Ein Platz für Tiere‹ hieß sie und wurde moderiert und zusammengestellt von Bernhard Grzimek. Er war nicht nur der Direktor des Frankfurter Zoos, sondern hatte die meisten Filme, die er in seiner Sendung zeigte, auch selbst gedreht. Vor 30 Jahren ist Bernhard Grzimek gestorben. Wir stellen euch diesen Tierforscher und Naturschützer jetzt vor.

Samstag, 11. März 2017

Gesichter Europas  •  11:05 – 12:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Populisten, Polder und Protestparteien

Die Niederlande vor den Wahlen

Von Kerstin Schweighöfer

Er sieht sich als Donald Trump der Niederlande: Geert Wilders, erklärter Feind des Islam und der Europäischen Union. Sollte er hinter den Deichen an die Macht kommen, will er die Grenzen schließen, den Bau von Moscheen samt Koran verbieten und dafür sorgen, dass dem Brexit möglichst schnell ein Nexit folgt. Am 15. März finden in den Niederlanden Parlamentswahlen statt, und in den Umfragen gilt Wilders Partei für die Freiheit PVV als Favorit – noch vor den Rechtsliberalen von Premierminister Mark Rutte, denen, wie allen etablierten Parteien, die Wähler davonlaufen. Wieso ist der Wähler der traditionellen Volksparteien überdrüssig geworden? Und was will Wilders wirklich?

Feature  •  18:05 – 19:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Die westöstliche Diva und ein Pascha

Wann ist der Mann ein Mann?

Von Thilo Guschas und Rasha Khayat

WDR/BR/DKultur 2016/ca. 54’30

(Ursendung)

Seit den sexuellen Übergriffen der Kölner Silvesternacht hat der nordafrikanische Mann keine gute Presse. Was bringen Araber nach Deutschland mit? »In meiner Kindheit in Marokko habe ich es gehasst, dass die Männer immer das letzte Wort hatten«, sagt Khalid, der mit 20 Jahren nach Deutschland kam. Nun wird er selbst Vater – alte Fragen kommen hoch, neue dazu. Wie soll die deutsche Gesellschaft, die selbst in einer Männlichkeitskrise steckt, dem Araber begegnen? Die Autoren erkunden gemeinsam die Seele arabischer Männer und fragen, wann denn nun der arabische Mann ein Mann ist.

Sonntag, 12. März 2017

Essay und Diskurs  •  09:30 – 10:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kölner Kongress 2017 – Erzählen in den Medien

Die Schrift als Fremder

Von Martin Zeyn

»Im elektronischen Zeitalter, das auf die typografische und mechanische Ära folgte, begegnen wir neuen Formen und Strukturen der menschlichen Interdependenz und der Ausdrucksweise, die in der Form oral sind, auch wenn die Situationselemente nichtverbaler Natur sind.« Auf den ersten Blick scheint der Literaturwissenschaftler McLuhan exakt das legere Kommunizieren in den sozialen Netzwerken beschrieben zu haben: Mündlichkeit ist an die Stelle von Schriftlichkeit getreten, auch wenn eben nicht telefoniert, sondern immer noch geschrieben wird. Bücherdämmerung. Bit essen Seele auf. Büchergeddon. Der Abgesang auf das Buch ist alt. Nun kommt das Ende der Schrift, ausgelöst durch das Internet, das Digitale. Verlieren wir alle Kultur? Martin Zeyn sagt: Nein.

Deutschlandrundfahrt  •  11:05 – 11:59 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Spaziergänge mit Prominenten

Renate Schönfelder unterwegs mit dem Sänger und Musiker Sebastian Krumbiegel in Leipzig

Seiner Geburtsstadt Leipzig ist Sebastian Krumbiegel immer treu geblieben. Der Sänger und Musiker wurde als Leadsänger der Band Die Prinzen in den 90er-Jahren bundesweit bekannt. 1966 wurde er in Leipzig geboren, hier wuchs er auf, hier wurde er als Zehnjähriger von der Thomasschule, wo er im berühmten Thomanerchor sang, aufgenommen. Nach dem Abitur studierte er Schlagzeug und Gesang an der Leipziger Musikhochschule. Als erfolgreicher Musiker empfindet er auch soziale und politische Verantwortung, engagiert sich für schwer kranke Kinder und organisiert Konzerte für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit. Zu DDR-Zeiten hatte er das Privileg, reisen zu dürfen. Doch zu fliehen kam für ihn nicht infrage. Sebastian Krumbiegel war und ist von ganzem Herzen Leipziger.

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