Hörfunktipps KW 1 Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen

Montag, 02. Januar 2017

 

Musik-Panorama  •  21:05 – 22:50 Uhr  •  Deutschlandfunk

  1. Raderbergkonzert 2016/17

Werke von Hans Werner Henze, Ludwig van Beethoven und

Peter I. Tschaikowsky

Busch Trio:

Mathieu van Bellen, Violine

Ori Epstein, Violoncello

Omri Epstein, Klavier

Am Mikrofon: Norbert Hornig

Eine Klangreise von Ludwig van Beethoven über Peter I. Tschaikowsky bis Hans Werner Henze hat das in London ansässige und 2012 gegründete Busch-Klaviertrio unternommen. Benannt hat sich das Trio nach dem legendären Geiger Adolf Busch. Der 1891 im Rheinland aufgewachsene Musiker spielte nicht nur unter Dirigentengrößen wie Toscanini, Walter und Furtwängler, sondern gründete auch das weltbekannte Busch-Quartett, bevor er sich vor den Nationalsozialisten zunächst nach England zurückzog. Aus Israel und den Niederlanden stammen die drei Künstler des Busch Trios. Ihr Debüt in der Wigmore Hall bezeichnete die Kritik als »unvergesslichen Auftritt, der die unglaubliche Einheit des Busch Trios bewies, reich an Können und tiefem musikalischen Verständnis«.

 

Freispiel  •  00:05 – 01:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Draußen im Watt leg ich dich hin

Von Dominik Busch

Regie: Sophie Stierle

Mit Anna-Katharina Müller, Adrian Furrer und Urs Stämpfli

Musik und Ton: Dominik Busch, Peter Sigrist

Autorenproduktion 2014/41’52

(Ursendung)

»Wenn ich morgen vor Gericht verliere, bring ich mich um«, beschließt Tom. »Darf eine Frau die Pille absetzen, ohne ihrem Mann etwas davon zu sagen«, fragt sich Anna. »Es gibt Leichteres, als einen Menschen zu töten, den man liebt«, stellt Max fest. Drei Menschen an der Grenze zum Tod begegnen sich im Watt. Sie ziehen hinaus Richtung Wasser, die Flutwelle rollt an – doch dann ändert sich alles. Erzähltechnisch äußerst raffiniert gebaut, gewann das Hörspiel den Jurypreis ›Das lange brennende Mikro‹ beim 7. Berliner Hörspielfestival 2016.

 

Kriminalhörspiel  •  21:30 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Die Schuld der anderen

Nach dem Roman von Gila Lustiger

Bearbeitung und Regie: Barbara Liebster

DKultur 2016/ca. 59′

(Ursendung)

Als 18-jährige kam Emilie Thevenin vor 27 Jahren aus der französischen Kleinstadt Charfeuil nach Paris, um Geschichte zu studieren. Ihren Unterhalt verdiente sie sich als Prostituierte im Escort-Service, bis sie vergewaltigt und erdrosselt wurde. Fast drei Jahrzehnte nach dem Verbrechen soll ein DNA-Abgleich den Täter überführen. Journalist Marc Rappaport stößt bei seinen Recherchen auf einen Skandal von schockierendem Ausmaß.

 

 

Dienstag, 03. Januar 2017

 

Das Feature  •  19:15 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Im Gegenwind

Der weltweite Kampf um Lohn und bessere Arbeitsbedingungen

Von Caspar Dohmen

Regie: Susanne Krings

DLF 2016

Gewerkschaften, die historisch eine wichtige Rolle bei der Einführung fundamentaler Sozial- und Arbeitsrechte spielten, sind heute fast überall schwach. Der Internationale Währungsfonds sieht eine zentrale Ursache der zunehmenden sozialen Ungleichheit in der Schwäche der Gewerkschaften. Was sind die Ursachen des Niedergangs? Auf der Suche nach Antworten hat der Autor drei überzeugte Gewerkschafter getroffen: in Pakistan, in El Salvador und in Deutschland. Ihre Geschichten zeigen, wie und warum der Kampf um Arbeitnehmerrechte weltweit immer schwieriger wird. Wer sich organisiert, verliert mancherorts seine Arbeit, landet auf schwarzen Listen oder riskiert sogar sein Leben. Selbst in Europa gibt es Rückschritte. Ohne starke Gewerkschaften bleiben bessere Arbeitsbedingungen in der globalen Arbeitsteilung jedoch eine Illusion.

 

Konzert  •  20:03 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Philharmonie Berlin

Béla Bartók:

Konzerte für Klavier und Orchester Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3

Die drei Klavierkonzerte Bartóks an einem Abend – ein Mammutprojekt für die Pianistin Anna Vinnitskaya, für Marek Janowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Es ist ein psychischer und auch physischer Kraftakt für alle Beteiligten, auch für die Hörer, das Bartók-Projekt ist eine musikalische wie auch intellektuelle Herausforderung. Die drei Werke stehen für den musikalischen Kosmos dieses grandiosen Komponisten.

 

 

Mittwoch, 04. Januar 2017

 

Querköpfe  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Wem die Jugend dämmert

Ein Porträt des deutschen Kabarettmeisters Matthias Ningel

Von Sabine Fringes

In seinen Liedern analysiert er die Malaisen seiner Generation scharfsinnig und pointiert, frisch und musikalisch mitreißend. Sein neues Programm heißt ›Jugenddämmerung‹ und handelt von der beschwerlichen Zeit des Erwachsenwerdens. ›Humorist und Liedermacher‹ nennt sich der 29-jährige Matthias Ningel aus Mainz. Eine aufregende Zeit liegt hinter dem studierten Schulmusiker: Neun Monate lang spielte er in der Kabarett-Bundesliga und tourte gemeinsam mit 14 anderen Kabarettisten quer durch Deutschland. Am Ende setzte er sich durch: Seit Herbst 2016 darf er sich Deutscher Kabarettmeister nennen.

 

Feature  •  00:05 – 01:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Born To Work

Von Stefanie Heim

Regie und Ton: die Autorin

Mit Maria Antonia Schmidt, Arian Wichmann

Musik: Rundfunkchor Berlin, David Springer, Andreas Schönwitz und die Autorin

Bauhaus-Universität Weimar 2016/ca. 54′

Seit Ford und Taylor die Massenproduktion erfanden, verrichten Arbeiter an Fließbändern abstrakte Tätigkeiten. Wechselnde Schichtdienste dominieren bis heute den Dienstleistungsbereich. Hinzu kommen Repressionen bei Nichterfüllung von vorgegebenen Leistungen oder Kennzahlen. Gleichzeitig finden fragwürdige Mitarbeitermotivationen statt. Wie erleben Fabrik- und Lagerarbeiter heute ihren Job? Die Autorin selbst arbeitete zwei Jahre lang im hocheffizienten Versandhandel.

 

 

Donnerstag, 05. Januar 2017

 

JazzFacts  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Am Puls des Jazz

Porträt des Schlagzeugers Jochen Rückert

Von Thomas Loewner

Jochen Rückert hatte schon früh klare Vorstellungen von seiner musikalischen Karriere. Bereits 1995 – er war noch nicht einmal 20 Jahre alt – stand für den aus Köln stammenden Schlagzeuger fest, dass Deutschland in musikalischer Hinsicht nicht der richtige Ort für ihn sei – und das, obwohl es gerade anfing, gut für ihn zu laufen. Trotzdem zog es Rückert nach New York und als alle Visafragen geklärt waren und er regelmäßig Jobs im Big Apple angeboten bekam, ließ er sich dort endgültig nieder. Seit einigen Jahren leitet er auch sein eigenes Quartett, für das er sämtliche Kompositionen schreibt. Den Kontakt in die alte Heimat hat er übrigens nie abreißen lassen: Regelmäßig kehrt Jochen Rückert für Konzerte und Aufnahmesessions nach Deutschland zurück.

 

Chormusik  •  22:00 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Luthers Lieder

Athesinus Consort Berlin

Leitung: Klaus-Martin Bresgott

Kammerchor Stuttgart

Leitung: Frieder Bernius

DKultur/Carus 2016

35 Lieder hat Martin Luther geschrieben. Die Texte, und zu einigen Liedern auch die Melodie. ›Ein feste Burg ist unser Gott‹, ›Nun komm der Heiden Heiland‹ oder ›Vom Himmel hoch, da komm ich her‹ gehören zu seinen bekanntesten Liedern. Zum Jubiläum ›500 Jahre Reformation‹ sind diese Lieder nun erstmals alle auf einer Doppel-CD erschienen. Dabei sind Chorsätze vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart vertreten u.a. von Johann Eccard, Melchior Vulpius, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger, Frank Schwemmer und Jonathan R. Brell.

 

 

Freitag, 06. Januar 2017

 

On Stage  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Bodo Wartke

Wortwitzgewitter am Klavier

Aufnahme vom 25.11.16 auf dem Theaterkahn in Dresden

Am Mikrofon: Thekla Jahn

Ob er Liebeslieder singt, rappt, swingt oder Samba tanzt – Bodo Wartke ist stets unterhaltsam. Mit einfallsreich gereimten Texten und raffinierten Arrangements hat sich der Klavierkabarettist einen Namen gemacht. Musikalisch wie sprachlich kommt Bodo Wartke immer auf den Punkt, als sei es nichts. Zunehmend gesellen sich zu seinen heiter-amüsanten Liedern auch nachdenkliche Chansons.

 

Konzert  •  20:03 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Debüt im Deutschlandradio Kultur

Philharmonie Berlin

Im ersten Konzert der Debüt-Saison 2016/17 wurden am 10. Oktober im Großen Saal der Philharmonie Berlin wieder drei junge aufstrebende Musiker-Persönlichkeiten präsentiert. Der erst 21-jährige Pianist George Li aus den USA gewann im Sommer 2015 die Silbermedaille beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Mit dem halsbrecherischen ›dritten Klavierkonzert‹ von Sergej Prokofjew begeisterte er auch das Berliner Publikum. Mit Pablo Ferrández aus Spanien stellte sich ein Cellist vor, der sich im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis einen hervorragenden Namen erarbeitet hat. Das beliebte ›Cellokonzert in C-Dur‹ von Joseph Haydn erklang bei ihm frisch und neu. Der Abend wurde geleitet von dem Schweizer Lorenzo Viotti, einem der vielseitigsten Dirigenten seiner Generation. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin führte er die selten gespielte ›Symphonie Liturgique‹ von Arthur Honegger auf.

 

 

Samstag, 07. Januar 2017

 

Gesichter Europas  •  11:05 – 12:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Begrenzte Solidarität

Polens Flüchtlingsdebatte

Von Ernst-Ludwig von Aster und Anja Schrum

»Wir müssen solidarisch sein«, mahnte Lech Walesa. Und erinnerte an die Polen, die 1981 vor dem Kriegsrecht ins Ausland flüchteten. »Jede Gemeinde kann Flüchtlinge aufnehmen«, appellierte Papst Franziskus bei seinem Polenbesuch im Juli 2016. Die komplette polnische Regierungsspitze lauschte den Worten des Pontifex – und schwieg. Im Jahr 2016 haben in Polen gerade einmal 5000 Menschen Asyl beantragt, anerkannt wurden nur rund 300. Von der ursprünglich zugesagten Aufnahme von 7000 Flüchtlingen ist nicht mehr die Rede. Die xenophobe Stimmungsmache hat die öffentliche Wahrnehmung beeinflusst. Während sich im Mai 2015 noch 72 Prozent der Polen für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aussprachen, sind es heute weniger als 50 Prozent.

 

Lange Nacht  •  00:05 – 03:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

»Launisch wie eine Feder im Wind«

Eine Lange Nacht über italienische Frauenstimmen und Frauenbewusstsein

Von Cristiana Coletti und Wolfgang Hamm

Regie: Wolfgang Hamm

Italien ist vielleicht das einzige Land in Europa, in dem zwischen traditioneller Volksmusik, populären Canzoni und hochkultureller Oper keine Welten liegen. Und Sängerinnen wurden in jeder Verkörperung geliebt. Ob Göttin oder Mutter, Heilige oder Geliebte – seit Jahrhunderten diente die Frau den Künstlern als Projektionsfläche. Im Laufe der Zeit lernten selbstbewusste Frauen, mitzureden und sich gegen das überkommene Frauenbild zu wehren. Eine ›Lange Nacht‹ u.a. mit der Opernsängerin Desirée Rancatore, der großen alten Dame des italienischen Folkrevivals Giovanna Marini, mit Sängerinnen wie Lucilla Galeazzi, Etta Scollo, Floriana Cangiano, der Komponistin Caterina Calderoni, dem Canzone-Spezialisten Felice Liperi und der Publizistin Lorella Zanardo.

Die ›Lange Nacht‹ wird ab 23:05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

 

 

Sonntag, 08. Januar 2017

 

Konzertdokument der Woche  •  21:05 – 23:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

A cappella Festival Leipzig 2016

Leveleleven

Eine skandinavische Vokalformation der Superlative

Am Mikrofon: Anja Lehmann-Tödt

Sie sorgen weltweit für frenetischen oder beseelten Applaus nach ihren Konzerten – das schwedische Vokalensemble The Real Group und die finnische a-cappella-Gruppe Rajaton. Unter dem Namen ›Leveleleven‹ treten beide Ensembles seit einiger Zeit gemeinsam auf. Rajatons Beseeltheit, sein warmer, voller Klang, trifft damit auf The Real Groups jazzig-poppige Klänge mit Herz, Verve und Esprit. ›Leveleleven‹ – eine Vokalformation, die die Schönheit des Genres a cappella auf einem neuen Level präsentiert. Das Konzert vom 24. Mai 2016 innerhalb des a cappella Festivals Leipzig im Gewandhaus ist nachzuhören im ›Konzertdokument der Woche‹.

 

Kakadu  •  08:05 – 09:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Hörspieltag

Karim und Kater im Zug

Von Anna-Luise Böhm

Regie: Christine Nagel

DKultur 2016/ca. 42 min.

(Ursendung)

Moderation: Ulrike Jährling

Während seiner Flucht aus Syrien hat Karim einen sprechenden Kater gefunden. Er hat ihn bis nach Deutschland geschleppt, aber jetzt darf er ihn nicht mit in die Flüchtlingsunterkunft nehmen. Karim läuft weg, steigt in einen Zug – und trifft Mona, die sich auch dort versteckt. Als die beiden blinden Passiere um das beste Versteck kämpfen, stören sie Achim und Gabi, die auf dem Weg in den Urlaub sind.

 

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