Hörfunktipps KW 40 Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova

Montag, 2. Oktober 2017

Musik-Panorama · 21.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2017
Wasserspiele, Sturmmusik und Bootsfahrten 
Werke von Marin Marais, Michel-Richard Delalande, Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel
Akademie für Alte Musik
Wasser ist das Bindeglied zwischen den Kompositionen von Händel und Telemann, die im Abstand von wenigen Jahren zueinander entstanden sind. Es sind Gelegenheitswerke, wobei Händel seine ,Water Music’ für die königlichen Bootsfahrten auf der Themse und Telemann seine Wassermusik ,Ebbe und Flut’ für die Centenarfeier der Hamburger Admiralität komponierte. Delalande wiederum hatte zuvor mit ,Les Fontaines de Versailles’ ein Ballett für den ,Sonnenkönig’ geschaffen, in dem mythische Anspielungen auf die Brunnen des Residenzschlosses im Mittelpunkt standen.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
„Meine größte Angst ist, dass mir das auch passiert”
Wenn Scheidungskinder erwachsen werden
Von Teresa Sickert
In Deutschland befand sich die Scheidungsrate um die Jahrtausendwende auf einem historischen Höchststand. Rund 200000 Ehen wurden jährlich geschieden, in etwa der Hälfte der Fälle waren minderjährige Kinder von der Trennung betroffen. Heute sind die meisten der damaligen Scheidungskinder selbst Erwachsene, leben ihre eigenen Beziehungen. Welche Spuren hat die Trennungserfahrung im Elternhaus in ihrem Leben hinterlassen? Ein Scheidungsforscher und eine Psychologin geben darüber Auskunft. Und drei inzwischen erwachsene Scheidungskinder reflektieren die Vergangenheit, ihre heutigen Einstellungen und Ängste zu Liebe und Partnerschaft.

Kriminalhörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Schwere See
Von Christoph Güsken
Regie: Klaus-Michael Klingsporn
Dlf Kultur 2017/ca. 59‘
(Ursendung)
‚Lost on the sea‘ geht in die dritte Staffel. TV-Produzent Weißenburg hat sein Team auf die Ulysses eingeladen, die zu den Originalschauplätzen der Doku Soap unterwegs ist. Vor Lampedusa wird die Luxusyacht gekapert und mit Sprengsätzen versehen. Die Entführer fordern zehn Millionen Euro Lösegeld und ein Rettungspaket in Milliardenhöhe für eine Politikwende in der Flüchtlingsfrage. Sonderermittlerin Andrea Humbold und ihr junger Kollege Holger Fricke müssen nicht nur mit idealistischen Terroristen, sondern auch mit einem taktierenden EU-Vorgesetzten verhandeln.


Dienstag, 3. Oktober 2017

Das Feature · 10.05 – 11.00 Uhr · Deutschlandfunk
Vom guten Leben
Eine sächsische Rudererfahrung
Von Ulrike Bajohr
Dlf 2017
Was ist ein gutes Leben? Wenn Wollen und Müssen, Dürfen und Können in eins fallen! Der Plan ist: Das gute Leben anderer zu suchen, indem man selber gut lebt. Indem zwei zum Beispiel ihre Lieblingssportart betreiben und das Glück, das sie dabei begleitet (jedenfalls meistens) dazu nutzen, anderen gute Laune zu machen. Sie zum Erzählen zu animieren. Fröhlich freiwillig vorurteilsfrei. Das ist wichtig, denn die zwei sind nicht nur Wanderruderer, sondern auch „Lügenpresse”-Vertreter auf Exkursion in einer besonders schönen, besonders geliebten und besonders geschmähten Gegend: Auf und an der Elbe in Sachsen – von Deutschkilometer Null bis 144. Von der tschechischen Grenze bis Torgau. Geschichten tun sich auf, vom Wollendürfenkönnenmüssen.

Hörspiel · 18.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Bilder von uns
Von Thomas Melle
Bearbeitung und Regie: Steffen Moratz
Dlf Kultur/NDR 2017/ca. 89‘
(Ursendung)
Jeskos Handy klingelt. Eine Bildmitteilung. Sie zeigt einen Jungen mit nacktem Oberkörper. Vor Schreck lenkt er sein Auto beinahe in eine Schulklasse … Es kommen noch mehr Bilder. Jesko erinnert sich an seine Schulzeit auf dem Eliteinternat: Fotos im Umkleideraum, Spielchen im Park – „Bilder, vor denen ich ausspucken möchte, die mich auffressen, dabei bin ich doch selbst drin in diesen Bildern.” Es ist ein Kampf um das Selbstbild, um die Deutungshoheit über das eigene Leben.


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Querköpfe · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder
Zingsheim braucht Gesellschaft!
Die politische Radioshow (2/2)
Die Politische Radioshow der Deutschlandfunk-Sendung ‚Querköpfe’ geht in die zweite Runde! Der Musikkabarettist Martin Zingsheim lädt wieder ein zu: ‚Zingsheim braucht Gesellschaft!‘. In der Kölner Comedia treffen die Poetin Uta Köbernick, das Duo Suchtpotenzial und der politische Kabarettist Matthias Deutschmann auf Vertreter aus Politik und Zeitgeschehen. Zwei Stunden lang gibt es Musik, Gespräche und aktuelle Ausschnitte aus den Programmen der Gäste. Und natürlich wird das noch frische Ergebnis der Bundestagswahl hinterfragt. Satirisch, witzig, klug, relevant und
radiophon.

Länderreport · 13.05 – 14.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

U.a. „Russenkinder” – die Töchter und Söhne von Sowjetsoldaten in Deutschland
Von Philipp Buder und Thomas Klug
Zwischen 1945 und 1990 wurden in Berlin und Ostdeutschland geschätzt mehr als 100000 Babys geboren, deren Mütter Deutsche und deren Väter Rotarmisten waren. Kinder aus deutsch-sowjetischen Beziehungen waren zu DDR-Zeiten unerwünscht, selbst wenn diese aus einer Liebesbeziehung hervorgingen. Was ist aus diesen „vaterlosen“ Töchtern und Söhnen, den sogenannten Russenkindern, geworden?


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Marktplatz · 10.10 – 11.30 Uhr · Deutschlandfunk

Hartz IV – Wege durch den Dschungel staatlicher Zuwendung
Hartz IV – Wege aus der Arbeitslosigkeit
Hartz IV – das System im Praxistest
Hörertel.: 0 08 00.44 64  44 64
marktplatz@deutschlandfunk.de
Wer längere Zeit ohne Arbeit ist, hat Anspruch auf Hartz IV. Zuständig dafür sind die Jobcenter, deren Aufgabe es ist, die Arbeitssuchenden möglichst schnell wieder in Lohn und Brot zu bringen. Der Weg dorthin ist allerdings unübersichtlich und steinig. Betroffene klagen über eine Flut unterschiedlicher Leistungen und Anträge. Sie fürchten, dass Gelder gekürzt werden, wenn sie sich nicht auf eine vorgeschlagene Stelle bewerben, weil sie offensichtlich gar nicht zu ihnen passt. Früher sei es zu leicht gewesen, sich in der „sozialen Hängematte“ auszuruhen, heute scheint das Gegenteil der Fall: Arbeitslose würden in einem absurden Beschäftigungsmarathon gegängelt. Doch wie funktioniert die als „Fordern und Fördern“ bekannte Praxis tatsächlich? 

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Rheuma – Volkskrankheit mit hundert Gesichtern
Von Stephanie Kowalewski
Streng genommen ist Rheuma gar keine Diagnose, sondern nur der Oberbegriff für hunderte unterschiedliche Krankheiten: Mal sind Knochen und Gelenke betroffen, mal Muskeln und Bänder, bei anderen schädigt Rheuma Organe und Nerven. Rheuma kann jeden treffen – alte Menschen und Babys. Millionen sind betroffen, leiden ein Leben lang, denn die Krankheit ist noch unheilbar. Aber dank modernster Medikamente und Therapien ist bei einer frühen Diagnose ein nahezu beschwerdefreies Leben möglich. Doch es gibt zu wenig spezialisierte Ärzte. Die Folge: zu späte Therapie, bleibende Schäden, Erwerbsunfähigkeit. Und so ist Rheuma für viele Patienten auch ein Armutsrisiko. Wie leben Betroffene, wie können sie besser behandelt werden und wo setzt derzeit die Forschung Schwerpunkte?


Freitag, 6. Oktober 2017

Das Feature · 20.10 – 21.00 Uhr · Deutschlandfunk

Von Damaskus bis Wikipedia
Unterwegs mit dem syrischen Exilschriftsteller Aboud Saeed
Von Thomas Böhm
DLF 2016 
Die syrische Revolution machte aus dem 1983 geborenen Schmied und Schweißer Aboud Saeed einen Schriftsteller. Weil die Demonstrationen das Klima der Angst durchbrachen, das Syrien lähmte, begann Saeed, auf Facebook seine Sicht der Dinge zu veröffentlichen. Seine respektlosen Statusmeldungen, in denen er Privates, Revolutionäres, Alltägliches und Absurdes vermischt, erschienen in Deutschland unter dem Titel ,Der klügste Mensch im Facebook’ und brachten Saeed den Ruf eines „arabischen Bukowski“ ein. Nach einer Lesereise im Jahre 2013 bat er um Asyl, lebt und schreibt seither in Berlin. Thomas Böhm begleitet ihn durch die Stadt.

Zeitfragen. Literatur · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Korsisches Welttheater
Jérôme Ferraris Romane aus dem Geist der Insel
Von Dirk Fuhrig
Die drei berühmtesten Korsen, so heißt es in einem Kulturreiseführer über die Mittelmeerinsel, seien Kaiser Napoleon Bonaparte, das Model Laetitia Casta – und der Schriftsteller Jérôme Ferrari. Der 1968 geborene Autor hat mit seinem mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten Roman ‚Predigt auf den Untergang Roms‘ die traditionell widerborstige Insel in die zeitgenössische Weltliteratur befördert. Keineswegs in einem touristisch-pittoresken Sinn, im Gegenteil: Die Konflikte, die das Leben in bergdörflicher Abgeschiedenheit mit sich bringt, werden von Ferrari als Grundelemente der menschlichen Existenz dargestellt. Liebe, Hass, Verbrechen, Krieg und Frieden verhandelt seine ‚Korsika-Trilogie‘ ebenso wie die blutige Kolonialgeschichte Frankreichs und die Migrationsbewegungen des 21. Jahrhunderts.


Samstag, 7. Oktober 2017

Gesichter Europas · 11.05 – 12.00 Uhr · Deutschlandfunk

Slow Food, slow Italy – Wie eine Feinschmeckerbewegung die Gesellschaft umkrempelt
Mit Reportagen von Kirstin Hausen
Am Mikrofon: Katrin Michaelsen
DLF 2016
Es ist eine Revolution. Eine langsame Revolution, die nach den Kochtöpfen auch die Herzen der Italiener erobert. Sie begann 1986 mit dem Plan für ein Fastfood-Restaurant direkt an der Spanischen Treppe in Rom. Da sagten Carlo Petrini und ein paar Freunde „Basta, wir haben es satt!”. Sie gründeten Slow Food als bewusste Gegenbewegung zur schnellen, gedankenlosen Nahrungsaufnahme. Italien, das Land des guten Geschmacks, sollte seine Esskultur pflegen und nicht amerikanisieren und „verburgern“. 30 Jahre später ist biologischer Anbau die Wachstumssparte in der Landwirtschaft und Trends wie ,saisonale Küche’, ,bewusstes Essen’, ,Nachhaltigkeit’ längst im Alltag angekommen.

Lange Nacht · 0.05 – 3.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Schreiben in Aufruhr
Die Lange Nacht der französischen Literatur
Moderation: Antje Allroggen und Markus Messling
Terroranschläge, Ausnahmezustand, der bedrohliche Aufstieg der Rechten. Frankreich geht durch schwere Zeiten. Die Wahl Macrons als Hoffnungsbringer dürfte nicht alle Probleme schnell lösen, denn die Krise ist tiefer, als es auf den ersten Blick erscheint. Wenn die Literatur ein Seismograf ihrer Gegenwart ist, so begegnet uns heute eine große, welthaltige Literatur in französischer Sprache, die sich von Europa über den Maghreb, Westafrika und die Karibik bis nach Indien spannt. Wir widmen frankofonen Autorinnen und Autoren im Kölner Theater Comedia eine öffentliche ‚Lange Nacht’.
Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 23.05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.


Sonntag, 8. Oktober 2017

Konzertdokument der Woche · 21.05 – 23.00 Uhr · Deutschlandfunk

Werke von Mikis Theodorakis
Frances Pappas, Mezzosopran
Paulo Álvares, Klavier
Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf
Düsseldorfer Symphoniker
Leitung: Baldur Brönnimann
„Ich bin ein deutscher Komponist, der in der Ägäis geboren wurde“, sagt Mikis Theodorakis. Internationalen Ruhm erlangte der streitbare Grieche mit seinen Liedern und der Musik zum Filmklassiker ,Alexis Sorbas’. Beim Konzert in der Düsseldorfer Tonhalle war der weitgehend unbekannte Sinfoniker Mikis Theodorakis zu erleben. Im Mittelpunkt des Programms stand die 2. Sinfonie ,Das Lied der Erde’. Theodorakis betrachtet sie als Hommage an sein Vorbild Ludwig van Beethoven. 

Kakadu für Frühaufsteher · 7.30 – 8.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Carlos der Pferdeflüsterer
Von Rusalka Reh
DKultur 2016
Carlos ist ein normaler Junge, sagen seine Eltern. Vielleicht etwas ruhig, aber manche Kinder sind nun einmal so. Carlos selbst würde von sich sagen, dass er lediglich ein Super-Beobachter ist. Und dass er sich glücklich fühlt in seiner eigenen ruhigen Welt. Seine Lehrerin und seine Eltern halten es jedoch für eine gute Idee, Carlos als Komparse für Dreharbeiten anzumelden. Erst fühlt sich Carlos am Filmset total fehl am Platz. Doch als es bei den Dreharbeiten zu Problemen kommt, fällt Carlos etwas auf, was niemand sonst bemerkt.

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