„Hochzeit aus Licht und Schatten“ Hörspiel von Rainer Römer

Albert Camus nobilitiert seine Jugend in Algerien als Quelle seines künstlerischen Schaffens. „Impuls zu meinem Hörstück war dieser Abschnitt in dem Nachwort zu seinem Frühwerk. Deren Texte wurden Anleitungen zur Komposition.

„Um einer angeborenen Gleichgültigkeit die Waage zu halten, wurde ich halbwegs zwischen das Elend und die Sonne gestellt. Das Elend hinderte mich zu glauben, dass alles unter der Sonne und in der Geschichte gut sei; die Sonne lehrte mich, dass die Geschichte nicht alles ist.“ Albert Camus

Dabei orientierte ich mich am Kontinuum von Natur- und Ortsbeschreibungen, die als Stationen den Zeitrahmen für musikalische Prozesse bildeten. Field-Recordings aus dem heutigen Algerien dienen als weiteres Material. Mit ‚Distanz‘ ist vielleicht meine kompositorische Herangehensweise gegenüber Camus und Algerien zu charakterisieren, wobei es mir aber immer darum ging, Konzentrationspunkte des Seins entstehen zu lassen, sei es im Text, in den Geräuschen oder der Musik“, notiert der Hörspielmacher und Komponist Rainer Römer zu seinem musikalischen Hörspiel.

Rainer Römer, geboren 1956 in Würzburg, ist Mitglied des Ensemble Modern und Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik Frankfurt am Main. Daneben realisiert er Musikperformances und -installationen u. a. mit Carsten Nicolai sowie musikalische Hörstücke, zuletzt »Der Mann in der Menge« (SWR 2016).

Mit Texten aus „L’envers et l’endroit“ und „Noces“ von Albert Camus
Aus dem Französischen von Guido G. Meister und Peter Gan
Mit: André Jung und Miako Klein
Komposition und Realisation: Rainer Römer
(Produktion: SWR 2013 in Kooperation mit dem Goethe-Institut Algier)

© SWR 2, Hörspiel, 16.3.2017

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