„Halluzinogene als Arznei?“ Warum Psilocybin in der deutschen Medizin wieder ernst genommen wird Von Marlene Halser

Psilocybin ist der psychoaktive Wirkstoff in Magic Mushrooms, also eine Substanz, die ähnlich wie LSD, einen veränderten Bewusstseinszustand hervorruft. Obwohl Psilocybin in den allermeisten Staaten verboten ist, wird der Wirkstoff nun seit einigen Jahren wieder wissenschaftlich erforscht.

Erste Studienergebnisse legen nahe, dass Psilocybin unter anderem bei Depressionen helfen könnte – einer Krankheit an der laut der Weltgesundheitsorganisation WHO 322 Millionen Menschen weltweit leiden. Rund ein Drittel davon gilt als behandlungsresistent, spricht also auf keine bislang entwickelte Therapie an. Entsprechend groß sind die Hoffnungen der Forschenden in Bezug auf Psilocybin. Auch in Deutschland haben nun zwei Studien begonnen, bei denen die Forschenden Psilocybin an depressive Patient:innen verabreichen. Sie sollen zeigen, wie viel dran ist, an den
Studienergebnissen, die es bis dato von anderen Forschungsteams gibt. Aber weil hier ein vollständig neuer Markt mit einem neuen Medikament und einer ebenso neuen Therapieform entsteht, gibt es noch viele offene Fragen, die die verschiedenen Akteure in diesem Feld sehr unterschiedlich beantworten.

© Bayern2, Zündfunk Generator, 11.4.2021

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