Der Roman „Grimms Wörter“ von Günter Grass ist 2010 erschienen. Zu einer geplanten Bühnenperformance, die er zusammen mit seinem langjährigen Wegbegleiter, dem Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer, erarbeitet hatte, kam es nicht mehr, Grass starb am 13. April 2015.

Neun Kapitel aus dem 400 Seiten starken Roman hatte er für die Bühne ausgewählt. Jetzt ist daraus ein Hörspiel entstanden, zu erleben sind Nora Gomringer und Günter „Baby“ Sommer mit einer Liebeserklärung an die deutsche Sprache.

Den Part von Günter Grass übernahm die Schweizer Lyrikerin und Rezitatorin Nora Gomringer. Im Sendesaal in Bremen entstand 2016 eine Aufnahme, in der Gomringer jedes Wort zelebrierte und den Grass-Sound mit ihrer Fabulierkunst aufleben ließ. Günter „Baby“ Sommer begleitete sie dabei auf seinen mitgebrachten Instrumenten , er „vertonte“ Grimms Wörter. Das Ergebnis: knapp 90 intensive Minuten, ein heiteres und erstklassig gestimmtes Sprach- und Klangfest, in dem zwei große Geister deutscher Literatur sich begegnen.

Interview mit Günter „Baby“ Sommer zu dieser Produktion:

 

Mit Nora Gomringer und Günter „Baby“ Sommer

Regie: Holger Rink
Länge: 87`
Produktion: Radio Bremen 2016/17 in Kooperation mit DLR

Günter Grass, geboren am 16. Oktober 1927 in Danzig, in der Stadt, in der auch zwei seiner Hauptwerke, „Die Blechtrommel“ und „Katz und Maus“ angesiedelt sind. Grass ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren, gehörte der berühmten Gruppe 47 an und wurde 1999 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm wurden 1785 und 1786 im hessischen Hanau geboren. 1791 zog die Familie Grimm nach Steinau. 1812 bis 1815 entstehen die wesentlichen Teile ihrer weltberühmten Märchensammlung.

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