Wer heute in San Francisco eine Touristentour auf den Spuren der Hippies und des „Summer of Love“ macht, landet unweigerlich in der Ashbury Street, Hausnummer 710. Dort war das Zentrum der Hippie-Bewegung.

Dort wohnten die „Grateful Dead“, dort jammten sie mit Janis Joplin und David Crosby, dort gingen die Hohepriester der Beatniks ein und aus. Finanziert wurde diese Kommune von dem LSD-Guru Owsley Stanley.
Keine Musikgruppe spiegelt diese Zeit so gut wieder wie die Grateful Dead. Vielleicht gibt es deswegen auch keine Band, die so treue Anhänger hat. Die „Deadheads“, wie sie sich selber nennen, treffen sich noch heute regelmäßig, Jahrzehnte nachdem die Band aufgehört hat zu existieren, lauschen eine der zahllosen Coverbands oder tauschen Konzertmitschnitte, von denen es mehr gibt als von jeder anderen Band der Musikgeschichte.


http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Grateful-Dead-Musikalische-Gegenkultur.mp3

Autor: Markus Mähner / Regie: Frank Halbach

© Bayern2, radioWissen, 16.2.2021

8 Comments

    1. die gehört ja auch eher in die reihe genialer diletanten wie ua. „der plan“ oder „ag geige“, dafür hat man ein herz oder nicht.

      aber, und da könnten wir uns in der mitte treffen, sie war auch eine spannende hörspielmacherin. hat mich schon ein bißchen überrascht, daß meine post bei mir drüben auf reddit eine unerwatet hohe zustimmung gefunden hat, während etwa meril wubslin, die gerade eine wirklich spannende platte mit „alors quoi?“ hingelegt haben, leider ignoriert wurde /seufz.

      francoise war schon so ein in berlin seit jahrzehnten hochgeschätztes unikum, die mit ihrer offensiven sexualität und ihrer punk-attitüde so ein role-model war. für mich: ein verlust. gerade die letzte platte, „ah! quel ciinema!“ nicht nur in deutschland wieder eine menge anerkennung bekam.

      mit 57 an brustkrebs? verdammt.

      1. Ich hab mich ein wenig über sie Informiert. Sie war eine interessante Künstlerin. Die letzte Platte von Ihr kenne ich gar nicht. Ich schreibe dann lieber was zu Ghédalia Tazartès der vor ein paar Tagen gestorben ist.

        portfuzzle
        1. ah, klingt spannend. beim stichwort „ladino“ dachte ch „hey, habe ich da nicht unlängst was im dlf gehört?“ aber da meine suche im archiv seinen namen nicht ausspuckte könnte es ein „das muss man gehört haben … oder nicht. weltmusik“ von grit böttcher (dienstagsreihe)beitrag gewesen sein und da ist es immer schwierig, die platten noch mal nachzulesen, die sie bespricht. immerhin hat sie mir die woche meril wubsil empfohlen. Ghédalia Tazartès behalte ich malim auge.

          und ja,wir „bespielen“ ein unterschiedliches publikum, aber ich wäre kein stück überrascht, wenn deines mit francoise vertrauter ist, als du ahnst. ich war ja auch bass erstaunt, das meines (das ich musikalisch eher für banusen halte, jedenfalls auf reddit) so heftig positiv reagierte. ihre letzte „die sendung“ beim rbb ist btw. online dort</a

          1. Da hast du natürlich recht. Vermutlich wissen meine User viel besser als ich, wer Francoise Cactus ist. Aber ist das der Punkt? Ich finde es persönlich wichtiger auf Personen einzugehen mit denen ich etwas anfangen kann und die mir wichtig sind. Chick Corea oder eben Ghédalia Tazartès.

            portfuzzle
  1. > Ich finde es persönlich wichtiger auf Personen einzugehen mit denen ich etwas anfangen kann

    mache ich ja auch so, auf gedeih und verderb und ohne rücksichtnahme darauf, ob das jemand kennt. weil, dafür sind unsere sachen ja da: den anderen um einen hinweis auf etwas zu _bereichern_ und nicht affirmativ in seiner blase zu bedienen. ich freu mich immer, wenn jemand, den ich für komptent halte, mir einen namen rüber reicht und ich etwas entdecke, was jenseits meines horizonts ist oder mir bislang entging.

    cactus ist – jenseits musikalischer brillanz – ein phänomen mit ihrer „geniale diletanten“ attitüde, ihrer low fi/coast instrumentierung, ein role model für frauen gewesen, die sich und ihre sexualität nicht hinterm berg halten wollten zb. auf der anderen seite verbirgt sich unter diesem geniale diletanten din durchaus auch auf der textebene tiefgründiheres als man das beim ersten blick bemerkt. wirklich, ein verlust auf vielen ebenen.

    aber, wir beide sind alt, unsere zeit kostbar und all das. aber ich nehme auf jeden fall mal dein tipp mit und gucke mal, was da zugänglich ist.

    liebe grüße und einen schönen abend

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