Wie der Film „Selma“ über Martin Luther King gerade wieder eindrucksvoll verdeutlicht, prägte das Leben der Afro-Amerikaner nichts nachhaltiger als die Religion. Für die schwarze Bevölkerung waren die Kirchen Zufluchtstätten vor rassistischer Unterdrückung – Häuser der Hoffnung, denn vor Gott waren alle Menschen gleich.

Von Christoph Wagner

Im Gottesdienst spielte die Musik eine zentrale Rolle. Kein Wunder, dass die meisten amerikanischen Soulsänger und -sängerinnen der 60er-Jahre das Singen in der Kirche gelernt hatten, ob James Brown oder Aretha Franklin, deren Vater selbst Prediger und Gospelsänger war. Bis heute wird der Bedeutung von Religion für die Geschichte der Schwarzen im weißen Amerika nicht die nötige Bedeutung beigemessen, weil oft die Förderer schwarzer Musik weiße Studenten waren, die als Atheisten damit wenig anfangen konnten.

 

 

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© SWR 2, MusikGlobal, 9.1.2018

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