Ihr Auftritt bei den Konfrontationen 2001 sei eines ihrer einprägsamsten Konzerterlebnisse überhaupt gewesen, so Will Brooks, Gründungsmitglied und MC der Ausnahme-Hip-Hoper Dälek. „

Mit  Susanna Niedermayr

„Als ich hier in der Jazzgalerie Leute wie Hamid Drake, Ken Vandermark und Peter Brötzmann sah, all die alten Hasen, war ich total eingeschüchtert“, schildert Brooks. „Wir waren an diesem Abend die letzten die spielten und ein legendärer Jazzmusiker nach dem anderen kam auf die Bühne, um ein phantastisches Konzert hinzulegen. Ich habe die ganze Zeit gedacht: Warum nur haben die Dälek eingeladen, wollen sich die über uns lustig machen? Ich versteh nicht, warum wir auf derselben Bühne spielen. An diesem Abend habe ich auch Mats Gustafsson zum ersten Mal getroffen. Alle waren so freundlich und haben uns willkommen geheißen. Sie meinten: Nein, nein, das hat schon einen Grund warum ihr hier seid!

Als wir dann an der Reihe waren ging alles schief, was nur schief gehen konnte. Nichts hat funktioniert, also mussten wir improvisieren und ich denke genau darum geht es bei dem Festival Konfrontationen ja auch. Während des Intros, das gleich fünfzehn Minuten gedauert hat, haben wir versucht, all unsere Maschinen in Gang zu bringen. Und als Octopus dann den ersten Beat gespielt hat, explodierte die Stimmung im Raum. Ich kann mich noch an diesen Typ hinten erinnern, der einen Sessel hochgerissen hat. Es war der Wahnsinn“.

Zum 40-jährigen Jubiläum stand Will Brooks nun erneut auf der Bühne der Jazzgalerie, mit seinem Dälek-Bandkollegen Mike Mare, Mats Gustafsson und Andreas Werliin vom Fire! Orchestra und mit Hans-Joachim Irmler von Faust und auch dieses Konzert wurde wieder ein Highlight.

© Ö1, Zeit-Ton, 31.1.2020

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