1932 war es die Sensation auf der Berliner Funkausstellung: das Autoradio. Es verknüpfte zwei noch relativ junge technische Erfindungen unmittelbar vor deren Durchbruch zur industriellen Massenware. Auto und Radio bildeten fortan eine Symbiose: Das Radio brachte die Unterhaltung ins Auto.

Von Roland Söker

Die populäre Musik griff das Gefühl der Dynamik des Autofahrens auf. Umgekehrt wirkte sich die automobile Nutzung auf die Entwicklung von Radiogeräten und Radioprogrammen aus.

Verkehrsfunkwellen mit viel Musik und kurzen Wortbeiträgen wurden vor allem für Autofahrer entwickelt – die täglichen Spitzenzeiten der Radionutzung werden bis heute als „Drivetime“ bezeichnet.

Im Verlauf der Jahrzehnte wandelte sich die Bedeutung des Autoradios – vom Luxus zum Standard. Und heute, wo jedermann einen eigenen iPod hat, scheint sich die Audiomobilität von der Automobilität abgekoppelt zu haben. Ist die Geschichte des Autoradios vielleicht schon bald vorbei?

Manuskript

Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: DLF 2012

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