Musik spielte in Rainer Maria Rilkes Leben keine besonders große Rolle. Er beherrschte selbst kein Instrument und besuchte nie Konzerte. 1912 schrieb er in einem Brief: „Ich kenne fast keine Musik.“

Autor Klaus Konjetzky fand aber: „Seine Poesie ist Musik. Rilkes Sprache […] klingt bereits wie eine Vertonung.“ Umso schwerer, sie tatsächlich in Musik zu übersetzen. Doch einige Komponistinnen und Komponisten wagten sich an einzelne Gedichte Rilkes, beispielsweise Alma Mahler oder Anton Webern. Eine ganze Reihe solcher entstandenen Neutönungen, wie Konjetzky sie nannte, stellte er vor achtzehn Jahren in den Horizonten vor. Klaus Konjetzky verstarb am 31. Oktober 2019 im Alter von 76 Jahren in München. Wir wiederholen seine Sendung aus dem Jahr 2002.

© BR Klassik, Horizonte, 21.1.2020

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