Gerhard Rühm zum 90. Geburtstag. Keine Kunstform ist vor ihm sicher. Kein Detail darf hoffen übersehen zu werden. Ebenso originell wie radikal, mit viel Spiellust und Formstrenge lotet der am 12. Februar 1930 in Wien geborene  Gerhard Rühm die Möglichkeiten von Poesie, Musik, bildender Kunst aus und lässt mit seinen 90 Jahren andere alt aussehen.

Mit Kornelia Bittmann
Sein Themenspektrum reicht vom Waldsterben über Rattenfänger zum Damentennis. Ende der 1990er Jahre irritierte Gerhard Rühm „die Propagierung des Jahreswechsels 1999/2000 seitens der Medien und der Vergnügungsindustrie als spektakuläres Jahrtausendereignis“. Sein Unbehagen am „täglichen Wahnsinn“ in der Tagespresse setzte er schon 1976 in seinem preisgekrönten Hörspiel „Wintermärchen“ in eine künstlerisch produktive Medienanalyse um. Ausgangspunkt seiner 2006 entstandenen Produktion sind signifikante Presseberichte aus den Tagen vor und nach der Jahreswende 1999/2000.

Jahrtausendwende
Ein Radiotrip durch Wahnwelten
von Gerhard Rühm
Regie: Gerhard Rühm
Regieassistenz: Nadja Reipschläger
Sprecher: Monika Lichtenfeld und Gerhard Rühm
Gesang: Christina Hackelöer,  Brigitta Borchers,   Sybille Hummel
Produktion: WDR/ ORF 2006

Wintermärchen
Komposition und Realisation: Gerhard Rühm
Produktion: WDR Köln 1976

© WDR 3, Open Sounds, 15.2.2020

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