„Was die Menschen von den Tieren unterscheidet, ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen … Aber was kein Tier kann, ist zählen, und was kein Tier kennt, ist Geld.“

 

„Es ist schon sehr komisch mit dem Geld“, schreibt Gertrude Stein (1874-946), die amerikanische Schriftstellerin und Mentorin moderner Literatur und Malerei, in einem von fünf kurzen Texten, die sie 1936 veröffentlichte. „Was die Menschen von den Tieren unterscheidet, ist Geld. Alle Tiere haben die gleichen Gefühle und die gleichen Gewohnheiten wie Menschen … Aber was kein Tier kann, ist zählen, und was kein Tier kennt, ist Geld.“ In ihrem ureigenen Stil aus rhythmisierter Prosa, Wiederholungen und Satzschleifen reflektiert Stein Aspekte eines aktuellen Themas: „Ist Geld nun Geld oder ist Geld nicht Geld?“ Gertrude Steins Texte bilden die Grundlage für das sprachmusikalische Hörstück von Ulrike Haage.

Ulrike Haage, geboren 1957 in Kassel, lebt als Pianistin, Komponistin und Hörspielmacherin in Berlin. Für ihre grenzüberschreitenden Arbeiten wurde sie 2003 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.

Nach Texten von Gertrude Stein
Aus dem Englischen von Michael Mundhenk
Mit: Dörte Lyssewski, Bernhard Schütz, Gerd Wameling und Ken Yamamoto
Komposition und Regie: Ulrike Haage
(Produktion: DLF 2016)

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