Elias Canetti begann inmitten des Zweiten Weltkrieges, als junger Mann, damit, seine Gedanken in Grotesken, Tiraden und fantastischen Aphorismen gegen den Tod aufzuschreiben. An diesem Buch schrieb er lebenslang, ohne es zu veröffentlichen.

„Der Sonne und dem Tod kann man nicht fest in die Augen schauen. Wir müssen böse sein, weil wir wissen, dass wir sterben. Wir wären noch böser, wenn wir von Anfang an wüssten, wann“, sagt der Philosoph. Neben ihm geben IchundEr, ein Historiker, ein Ungläubiger, eine Erzählerin, ein Ironiker, eine junge Frau, ein Künstler und ein Kind den zerstreuten und widersprüchlichen Aufzeichnungen Canettis eine Stimme.

Gegen den Tod

Hörspiel nach Elias Canetti
Bearbeitung: Hans Gerd Krogmann

Mitwirkende:
IchundEr – Samuel Finzi
Lebensfreund – Ingo Hülsmann
Historiker – Ulrich Noethen
Philosoph – Friedhelm Ptok
Ungläubiger – Mathias Lange
Ironiker – Gerd Wameling
Junge Frau – Lisa Hrdina
Künstler – Max von Pufendorf
Erzählerin – Tatja Seibt
Zwischentext – Eckhard Roelcke
Regie: Hans Gerd Krogmann
(DKultur 2016)

Elias Canetti (1905-1994) in Rutschuk/Bulgarien als Kind jüdisch-spanischer Eltern geboren. Romancier, Naturwissenschaftler, Kulturphilosoph und Dramatiker. Wuchs vielsprachig auf, lebte in Lausanne, Zürich, Frankfurt, und – bis zu seiner Emigration nach London (1938) – in Wien. 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

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