„Furtwänglers Götterdämmerung – Dekonstruktion a la John Cage“ Hörstück von Reinhard Ermen

Das Hörstück des Kunstkritikers und Musikredakteurs Reinhard Ermen steht zwischen Klangkunst, Remix und Opernrätsel. Ausgangspunkt ist Wilhelm Furtwänglers Aufnahme von Richard Wagners Oper „Götterdämmerung“ von 1950 aus der Mailänder Scala.

Ermen hat aus dieser Aufnahme 75 Einzelsequenzen ausgewählt und sie mit Hilfe des „I Ging“ neu zusammenfügt. Schon John Cage stütze sich auf dieses asiatische Orakelbuch als Struktur seiner Kompositionen. Spirituell, konzeptuell und digital neu generiert erstrahlt Wagners „Götterdämmerung“ durch das Spielprinzip des gesteuerten Zufalls in neuem Licht.

 

„Furtwänglers Götterdämmerung – Dekonstruktion a la John Cage“

Hörstück von Reinhard Ermen
Mit einem O-Ton aus dem Live-Mitschnitt von Richard Wagners „Götterdämmerung“ im Teatro alla Scala 1950 unter dem Dirigat von Wilhelm Furtwängler
Stimme, Regieanweisungen, Schlussszene aus dem Libretto der „Götterdämmerung“: Manfred Hess

Regie: Reinhard Ermen
(Produktion: SWR 2018)

© SWR 2, Hörspiel Studio, 6.6.2019

4 Replies to “„Furtwänglers Götterdämmerung – Dekonstruktion a la John Cage“ Hörstück von Reinhard Ermen

  1. einer der glücklichsten zufälle meines lebens: als ich in den 70ern schüler in bonn in einem kloster-internat war, wurde angeboten, daß wir an einer veranstaltung „tage der neuen musik“ (?) in der beethovenhalle teilnehmen könnten – „hey schulfrei!“, dachte ich … und saß eine woche später dort, wo uns dann john cage anwies, wie seine stücke „sticks & stones“ aufzuführen seien.

    kein name, der mir damals viel sagte, aber eines der einprägsamsten erlebnis meines lebens 😉

      1. paktisch, um’s ein bißchen auszuführen, sah das so aus – cage gab uns den auftrag, am rhein kieselsteine unterschiedlicher größe („stones“) und getrocknete äste („sticks“) zu sammeln, sie auf der kleinen bühne aufzureihen, und dann je nach stück, durch gegeneinander klpopfen (oder zerbrechen) des materials rhythmen zu erzeugen. das kleine wunder: während des „spielens“ ergab sich zunächst zögerlich (unsere unsicherheit …) und dann immer stärker eine art „zusammenspiel“ bis am ende tatsächlich so was wie ein musikstück wurde.

        auch bei der veranstaltung: ein raum, der mit wasserbetten ausgelegt war und an dessen wände bäche, fließendes wasser projeziert wurde, sehr sehr entspannend, jemand, der immer wieder den selben satz sagte und jedes mal einen strich auf einen zettel machte. oder ein pianist, der chinesische revolutionslieder ls kleine miniaturen spielte.

        > anekdoten

        die meisten gäbe es über den „hinterwald“ zu erzählen. wir feiern in zwei wochen unser 39. umsonst und draussen festival und ich bin grade dabei, die neue seite hoffentlich rechtzeitig fertig zu bekommen, auf der ich mein archiv ein bißchen geordneter ausbreite.

        ich werde dort wohl wieder tee kochen und meine frau „teemeisterin“, frau wang mitbringen, die in berlin regelmäßig „tea & music“ sessions veranstaltet, falls der weg ins tiefste saarland zu weit ist 😉

        man kann da btw. die zwei tage umsonst zelten …

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