Für Lindsay Cooper (3.März 1951 – 18.September 2013)
… work in progress …. aktualisiert 08.03.2018

Stimmen zu Lindsay ….
Patrik Landolt, Intakt Records:

„Lindsay Cooper ist eine der grossen KomponistInnen der aktuellen Musik im Grenzbereich 

von Independent Rock, Jazz, zeitgenössischer Kompositionsmusik.
Ihre Werke sind leider unterschätzt und nur noch in einer kleinen Comunity präsent.
Sie hatte zuwenig Zeit, um ihre Musik in die Welt zu tragen.
Lindsay Cooper war sehr herzlich, britisches Understatement, sehr gebildet.
Sie brachte die politische und ästhetische Ambition zusammen. „Sahara Dust“,
wie auch die anderen Werke von Lindsay Cooper, zielten mitten in die damaligen
politische Diskussion und sind auch heute noch hoch aktuell.“


Die Musik von Lindsay Cooper hatte mich vom ersten Ton an berührt.
Die ersten CD’s waren von ‚New from Babel‘ und es folgten viele andere.
Aber es war nicht kontinuierlich, eine zeitlang hatte ich sie aus den Augen / Ohren verloren,
aber Sie war nie wirklich weg.
Es hing auch sehr damit zusammen, wie mir ihre Veröffentlichungen unter die Finger kamen…
Dazu auch die notwendigen Informationen.
‚Sahara Dust‘ war dann die letzte Produktion die mir wirklich bewusst wurde.
Aber das grösste Manko ist, das ich sie nie persöhnlich kennenlernen konnte.
Später brachte mich ein tragischer Anlaß in den Besitz vieler CD’s von und mit Lindsay Cooper.
Und damit begann das große Wiederhören !!!

In einer der vielen Mails mit Henning Bolte, war dann die Frage:
„Über was würdest du eine Sendung machen, was wäre dein Thema ?“
„Lindsay Cooper !“ Ich musste wirklich nicht lange nachdenken …
Im Hinterkopf hatte ich auch Harry Lachner’s Antwort auf meine Frage.
„Wie er denn zu den vielen Themen komme, die er in seinen Sendungen bearbeitet?“
Er sagte sinngemäß: Er wähle gern Themen bei denen er viel in Erfahrung bringen muss,
von denen er wenig weiß. Um darüber zu lernen …“

Und so war die Idee geboren. Eine Sendung über Lindsay mit nicht mehr als 55min Musik.
Ein Witz wenn man an das umfangreiche Werk von Ihr denkt.
Aber auch eine Chance Ihre Musik neuen Hörern zu vermitteln.

Hier der Link zur Sendungsübersicht:

Sendung

Und der Link zum Player:

Player


Ich habe diese Fotos von Lindsay im Internet zusammen gesucht.

Wenn ein Urheber dieser Fotos diese entfernt haben will, so reicht eine Mail an mich.

Für alle anderen die diesen Schritt nicht gehen wollen, bedanke ich mich !“

Und wenn einer noch Fotos hat, die er zur Verfügung stellen will, dann wäre das natürlich, wunderbar !


 

Stimmen zu Lindsay…
Alfred 23 Harth (A23H):

„Mit Lindsay zusammen hatte ich seit 1987 viele musikalische Erfahrungen 
in unterschiedlichen Zusammenhaengen:
In Music for Other Occasions, unsere Duos fuer die LP Plan Eden,
unser Trio Trabant a Roma mit Phil Minton und in ihrer grossen Gruppe Oh Moscow.
Sie war eine so zarte und liebenswerte Lady, die fuer alle Experimente offenstand, zB
wenn sie schon sehr frueh ihre Elektronik miteinbrachte und uns verband viel Inniges,
so zB. auch unser gemeinsamer Nachgeschmack zu der Oh Moscow-Tour in Russland 1991,
der uns zum Titel unseres FMP-Albums State Of Volgograd fuehrte.“

Ich bewundere ihren Mut, ihre Kreativitaet und Kraft.

 

 

 

 

Linkliste

 

Im Zuge meiner Recherchen über Lindsay Cooper bin ich auf viele, viele Seiten gekommen. Die wichtigsten davon habe ich hier aufgelistet. Somit könnt Ihr euch ein umfassenderes Bild von Lindsay machen.

 

Maggie Nicols, October 2013
Eine Würdigung aus Zürich, von Veit F. Stauffer
Fanseite für Lindsay
Ein Kommentar von Duncan Heining zu den Celebration Konzerten von 2014
Roxikon Seite über Lindsay
Udo Wolter – Jungle World – über Lindsay (gehört mit zum besten was ich über Lindsay gelesen habe)
The Guardian Nachruf auf Lindsay
The Guardian zu den Celebration Konzerten für Lindsay Rigobert Dittmann in BA79
Wikipedia Lindsay in Deutsch Wikipedia Lindsay in Englisch

 

Stimmen zu Lindsay ….

irène schweizer:

ich habe lindsay ende der 70er jahre kennengelernt, als sie mit der gruppe HENRY COW in zürich aufgetreten ist. nachdem gig hat sie mich gefragt, ob ich mit ihr, maggie nicols, georgie born in einer „women’s“ group mitspielen möchte. die gruppe FIG (FEMINIST IMPROVISING GROUP) kam dann tatsächlich zustande und die zusammenarbeit mit lindsay war musikalisch sehr intensiv und hat mich total herausgefordert. lindsay war eine profi-musikerin mit ganzem herz und ich habe sehr gerne mit ihr zusammen gespielt. sie war immer sehr engagiert, war meistens ein sehr fröhlicher mensch mit dem speziellen „british humour“, den ich über alles liebte. als ich von ihrer krankheit in den 90er jahren erfuhr, war ich total schockiert und wusste nicht, wie ich reagieren sollte. ich habe sie dann ein einziges mal in london besucht, als sie noch sprechen und wir uns einen nachmittag lang unterhalten konnten. als ich von ihrem tod erfuhr, war ich sehr traurig – ich vermisse sie sehr und hoffe, dass ihre musik noch viele jahre weiterleben wird.