Für Georg Katzer ( 10. Januar 1935 – 7. Mai 2019) // „Spielerisch und konsequent“ Nachruf von Peter Uehling + „Geschlagene Zeit“ Von Thomas Groetz

Der Komponist Georg Katzer ist am Dienstag im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Zeuthen gestorben. In den ersten Nachrufen wird er als „einer der wichtigsten Komponisten der DDR“ bezeichnet, als wären die fast 30 Jahre, die Katzer nach dem Mauerfall unermüdlich weiter komponiert hat, lediglich eine Nachgeschichte der 36 Jahre, die zwischen seinem Studienbeginn und dem Mauerfall lagen.

Zudem war Katzer durchaus präsent im Musikleben, während andere Komponisten seiner Generation von der Bildfläche verschwanden. Warum nennt man Katzer nicht schlicht einen „deutschen Komponisten“? © Berliner Zeitung, 8.5.2019

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Zum Tod des Komponisten Georg Katzer „Geschlagene Zeit“ Von Thomas Groetz

Die Musiksprache des Berliner Komponisten Georg Katzer war auf vielfältige Weise ironisch gebrochen. Ihn interessierten die Scharnierstellen im musikalischen wie im gesellschaftspolitischen Gefüge. Am 7. Mai ist er in Berlin gestorben.

„Ich glaube, man muss es verstehen, außerhalb der überlieferten Aufführungsstätten der Musik neue Wege zu gehen“, hat Georg Katzer einmal gesagt. Ein Gedanke, der sein gesamtes Schaffen berührte.

1935 in Schlesien geboren, lebte er seit 1963 als freischaffender Komponist in Ost-Berlin und leitete ab 1986 das von ihm gegründete Studio für Experimentelle Musik an der Akademie der Künste.

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© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 9.5.2019

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