Kein Land – außer Frankreich – ist so reich an einer Jazz-Violinen-Tradition wie Polen. Die Wurzeln reichen zurück bis zur Omnipräsenz der Geige in polnischer Volksmusik, Klassik und Romantik. Daran anknüpfend und zugleich die Sprache des modernen Jazz assimilierend, hat der überragende und tragisch früh verstorbene Zbigniew Seifert zu einer eigenen Sprache auf dem Instrument gefunden.

Von Bert Noglik

Seifert, der in der Intensität seines Spiels mit John Coltrane verglichen wurde, steht am Anfang einer Reihe polnischer Geiger, die Musiker wie Micha³ Urbaniak und Krzesimir Dêbski auf unverwechselbare Weise fortgesetzt haben. In jüngster Zeit gelang es Adam Ba³dych und dem Atom String Quartet, die polnische Jazz-Geigentradition mit neuem Leben zu füllen. Und die seit 2014 im Zweijahresrhythmus veranstaltete Zbigniew Seifert International Jazz Violin Competition wurde zum Sprungbrett für aufstrebened Violinentalente wie Bartosz Dworak und Mateusz
Smoczyñski.

 

 

© SWR 2, Jazztime, 19.5.2018

Playlist:

Trad. :
Polka From Sieradz Region
Warsaw Village Band

Karol Szymanowski:
Kwartet smyczkowy C-Dur, op.37/CD: The 4th Krzysztof Penderecki International Competition Of Contemporary Chamber Music
ohne Angabe

Zbigniew Seifert:
City Of Spring/CD: Man Of The Light
Zbiginiew Seifert

Zbiginiew Seifert:
Evening Psalm/CD: Solo Violin
Zbiginief Seifert

Michal Urbaniak:
Cafe Mirage/CD: Live In New York
Michal Urbaniak Quartet

Leszek HeFi Wisnowski:
St.Germain/CD: Vive
HeFi Quartet feat. Krzesimir Debski

Adam Baldych:
For Zbiggy/CD: Imagineary Room
Adam Baldych & The Baltic Jazzgang

Zbiginiew Seifert:
Quo Vadis/CD: The New Tradition
Adam Baldych & Yaron Herman

Zbiginiew Seifert:
Quasimodo/CD: Seifert
Atom String Quartet

Zbigniew Seifert:
Turbulent Plover/CD: Live At Radio Katowice
Bartosz Dworak Quartet

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