Frustriert vom Leben sind die beiden Frauen, die in die Jahre gekommen sind, in denen die Männer nochmals richtig loslegen meinen zu müssen. Unverhüllt zynisch, liebessehnsüchtig, verzweifelt und konsumbesessen suchen die zwei Damen noch immer nach dem bisschen Glück, das ihnen in Jugendjahren versprochen wurde, sich aber nicht einstellte; und das jetzt vom Alter unbarmherzig begrenzt wird.

 

›Da könnt ich schon manchmal hinüber schießen mit einem lauten Schuss, dass es nur so knallt, damit einmal Ruhe ist.‹ – ›Irgendwer wird mich doch noch einmal lieben wollen müssen.‹«
Frustriert vom Leben sind die beiden Frauen, die in die Jahre gekommen sind, in denen die Männer nochmals richtig loslegen meinen zu müssen. Unverhüllt zynisch, liebessehnsüchtig, verzweifelt und konsumbesessen suchen die zwei Damen noch immer nach dem bisschen Glück, das ihnen in Jugendjahren versprochen wurde, sich aber nicht einstellte; und das jetzt vom Alter unbarmherzig begrenzt wird. Die eine will ihr Leid durch den Kauf eines weiteren neuen Mantels zum Verschwinden bringen, die andere besorgt sich einen Hund, um mit des Menschen treustem Begleiter doch noch einen Abglanz von Wärme zu erfahren.
Diese schrille Groteske umkreist mit gnadenlosem schwarzen Humor weibliche Torschlusspanik.

 

„Fressen, kaufen, Gassi gehen oder Die Treue hat einen Hund“ Hörspiel von Gabriele Kögl

Mit: Sylvia Haider, Johanna Orsini-Rosenberg, Katharina Knap, Barbara Petrisch und Rainer Doppler
Regie: Philip Scheiner
(Produktion: ORF 2017)

Gabriele Kögl, geboren 1960 in Graz, lebt als Lyrikerin, Romanautorin und Dramatikerin in Wien. Das Hörspiel basiert auf ihrem 2008 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen uraufgeführten Theaterstück.

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