Neben dem Trio ist das Solo-Konzert Fred Herschs bevorzugtes Format. Einer der weltweit besten Jazz-Pianisten präsentierte sich diesmal nicht im Club, sondern in einem außergewöhnlichen Ambiente, dem prachtvollen Ludwigsburger Residenzschloss.

Mit Karsten Mützelfeldt

Fred Hersch spielte in jungen Jahren unter anderem mit Joe Henderson, Stan Getz, Art Farmer, Charlie Haden, Sonny Rollins und Toots Thielemans. Inzwischen konzentriert sich der heute 63-Jährige auf eigene Projekte und wird nach längerer krankheitsbedingter Pause international gefeiert. Bekannt für seine nuancenreiche Anschlagskultur, folgt er bei Solo-Auftritten einer wohlkalkulierten Dramaturgie: Auf einen Jazz-Standard folgt ein Joni-Mitchell-Song, ein Titel von Thelonious Monk und ein Stück seines Lieblingskomponisten Antonio Carlos Jobim. Immer wieder nachhaltigen Eindruck hinterlässt das Finale seiner Konzerte – so auch bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen: Am Ende spielte er ,Valentine’, Fred Herschs Hommage an die Liebe und das Leben – sowie eine unter die Haut gehende Interpretation von Billy Joels Pop-Ballade ,And So It Goes’.

© Deutschlandfunk, Jazz Live, 8.10.2019

Playlist:

TitelAnd So It Goes
Länge3:32 min
InterpretFred Hersch
TitelRound Midnight/In Walked Bud
Länge10:17 min
InterpretFred Hersch
TitelPastorale
Länge6:52 min
InterpretFred Hersch
TitelMy Old Man
Länge7:11 min
InterpretFred Hersch
TitelBriga Nunca Mais
Länge5:19 min
InterpretFred Hersch
TitelSarabande
Länge2:04 min
InterpretFred Hersch
TitelWest Virginia Rose/Down Home
Länge7:26 min
InterpretFred Hersch
TitelPlainsong
Länge1:05 min
InterpretFred Hersch

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