Mit seiner Kamera und ungeschöntem Blick dokumentierte Harald Hauswald den Alltag in der DDR. Das brachte die Stasi auf den Plan. Nach der Wende war er Mitbegründer der Agentur der Fotografen „Ostkreuz“ und wurde durch seine zahlreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen berühmt.

Die meisten seiner Fotos macht der Fotograf Harald Hauswald in Schwarz-Weiß: „Ich finde schwarz-weiß grafisch viel interessanter, weil es viel konzentrierter ist. Farbe lenkt zu sehr ab, bei Schwarz-Weiß kann der Betrachter das Bild zu Ende fantasieren.“

Diese Schwarz-Weiß-Aufnahmen macht er seit vielen Jahren mit einer schweren Profikamera: „Mit der kann man noch Nägel in die Wand kloppen.“

Sie zeigen viele Straßenszenen, uninszeniert und unbeschönigt. „Was ich fotografiert hab, war für mich Alltag. Dass bestimmte Sachen falsch gesehen werden könnten, hab ich geahnt, nicht bewusst gesucht.“

© Deutschlandfunk Kultur , Im Gespräch, 12.11.2020

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