Ach ja, die Schönheit. Muss sich ausgerechnet jetzt alles um Selbstoptimierung und Aussehen drehen, wo wir alt werden? Unsere Haut ist knittrig, wir kommen auf High-Heels ins Stolpern und das Kleingedruckte können wir nur noch mit Brille lesen. Feature von Margot Litten und Mechthild Müser

Es ist ein Elend, dass die klassischen Werte des Alters heute so wenig gefragt sind: Erfahrung, Weisheit, Geduld. Ältere Männer sind noch angesehen, selbst wenn sich die Haare lichten, ältere Frauen dagegen machen auf blond. Immer noch. Einst versprach der Atemhauch einer Jungfrau, Jahresringe weg zu pusten, heute sind es die Anti-Aging Propheten, die dem Alter die Stirn bieten – faltenfrei, versteht sich. Und wir Frauen fallen darauf rein, obwohl wir es eigentlich besser wissen müssten.

Dass es dank wechselnder Moden manchmal auch Entlastung für uns gibt, soll hier nicht verschwiegen werden: Immerhin zwängen wir uns nicht mehr ins Korsett. Aber ein geruhsamer Lebensabend? Weit gefehlt.



Forever young – Zwei alte Schachteln auf der Suche nach der ewigen Jugend (Ursendung)
Von Margot Litten und Mechthild Müser
Regie: Marlene Breuer
Mit: Krista Posch, Cornelia Niemann, Ilona Fritsch-Strauß, Heiko Raulin, Anna Bardavelidze
Ton und Technik: Ursula Potyra, Julia Kümmel
Produktion: HR / Deutschlandfunk Kultur 2020

© Deutschlandfunk, Feature, 16.1.2021

Margot Litten, in München geboren, studierte Pädagogik und Psychologie. Viele Jahre Redakteurin, Regisseurin und Moderatorin in der Feature-Redaktion des Bayrischen Rundfunks. Ausgezeichnet mit diversen nationalen und internationalen Feature-Preisen. Seit 2015 freiberufliche Autorin für Funk und Fernsehen, u.a. Deutschlandfunk Kultur und 3sat.

Mechthild Müser, geboren in Hamm, ist Journalistin, Autorin und freie Redakteurin bei Bremen Zwei. 2013 erhielt sie den Feature-Preis Bremer Hörkino. Für „Jede Nacht haben sie andere geholt“ wurde sie mit dem Juliane-Bartel-Medienpreis und dem n-ost-Reportagepreis ausgezeichnet. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Problemzonen – Der Euro in der Pubertät“ (2016).

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