Der Däne Jakob Bro ist zurzeit einer der angesagtesten Jazzgitarristen der Szene. Wenig bekannt sind allerdings seine frühen Aufnahmen, etwa mit Bill Frisell und Paul Motian.

Mit Karl Lippegaus

Mag sein, dass Jakob Bro früher viel Jimi Hendrix hörte und in der Bigband seines Vaters Trompete spielte, dass er eine beeindruckende Liste von Idolen aufzählt – von Armstrong und Miles bis zu Boards of Canada und Aphex Twin. Doch dass Jakob Bro längst eigene Wege geht, ist unüberhörbar. Der umtriebige Gitarrist aus Kopenhagen versteht sich auf eine Art Zeitlupenmusik, seine Stimmungsbilder und Porträts sind wie in Pastelltönen gemalt. Spätestens seit der dänische Saitenkünstler mit dem Bassisten Thomas Morgan und dem Drummer Joey Baron ein famoses Trio bildete, das ab 2014 große Alben wie „Gefion“, „Streams“ und „Bay of Rainbows“ entstehen ließ, gehört das Jakob Bro Trio zu den begehrtesten Live-Acts im aktuellen Jazz.

Wenig bekannt sind Bros frühere Alben beim dänischen Label Loveland, für die er Bill Frisell und Paul Motian gewinnen konnte. Lee Konitz sagte treffend, er habe keinen Namen für Jakobs Musik – sie sei weder Folk noch Jazz oder Rock, für ihn sei es ein einziges „Balladeering“. Damit war dann auch prompt der Titel für eines der schönsten Jakob-Bro-Alben gefunden.

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© ARD Radiofestival, Jazz, 31.7.2019

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