„Fisch“ Nach einer Farce für den Film von Ingmar Bergman

Protagonist der Handlung ist der Filmpionier Joakim Nakens. Neben der Arbeit an komischen Stummfilmproduktionen treibt ihn vor allem eins um: die Furcht, seine Ehefrau Anne könne ihn hintergehen.

Als ihm ein riesenhafter und hässlicher Fisch drei Wünsche freistellt, gerät sein Leben endgültig zur Farce. Seine existenzielle Verzweiflung geht über in die schreckliche Komik eines Slapstickfilms, der aus Joakims eigenem kinematografischen Fundus entnommen sein könnte.

„Fisch. Farce für den Film“ entstand im Spätherbst 1950. Ingmar Bergmans finanzielle Situation konnte wegen beträchtlicher Unterhaltszahlungen getrost als Katastrophe bezeichnet werden. In dieser Situation forderte ein Produzent Ingmar Bergman auf, etwas Lustiges zu schreiben. Es entstand ein abgrundtief komisches, zwischen Expressionismus und Surrealismus wandelndes Drehbuch, das die letzten Monate im Leben Joakim Nakens erzählt, des Regisseurs und Schöpfers kinematografischer Bilder.

„Fisch“ Nach einer Farce für den Film von Ingmar Bergman

Aus dem Schwedischen von Renate Bleibtreu
Mit: Andreas Schmidt, Dieter Mann, Dagmar Manzel, Alexander Fehling, Karina Plachetka u. a.
Komposition: Tilmann Fürstenau und Kai-Uwe Kohlschmidt
Hörspielbearbeitung und Regie: Kai Grehn
(Produktion: SWR/DKultur 2008)

Ingmar Bergman, (14.7.1918 – 30.7.2007) eigentlich Ernst Ingmar Bergman, geboren in Uppsala, gestorben auf Faro, war ein schwedischer Autor, Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur. 1997 wurde er bei den Filmfestspielen in Cannes als »Bester Filmregisseur aller Zeiten» geehrt. Namhafte Werke sind »Das Schweigen«, »Das siebente Siegel«, »Wilde Erdbeeren«, »Szenen einer Ehe« und »Fanny und Alexander«.

© SWR 2, Hörspiel, 8.7.2018

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