Wie ich schon im meinen Review zu James Rushfords Veröffentlichung „Música Callada /See The Welter“ geschrieben habe, war das ein Anlass mich wieder mit der Musik von Federico Mompou zu beschäftigen.

Sehr empfehlen kann ich hier den Text von Herbert Henck, den er für seine CD für ECM 1995 geschrieben hat.

Die zerfließenden klangfarblichen Mischungen, deren mannig­faltige Schwingungen und Schwebungen sich der Notation entziehen, erschienen mir bald als Zentren dieser Musik, in denen sich das Vorangegangene sammelte und sich oft geradezu vom Materiellen und Sinnlichen ins Immaterielle und Geistige wandelte. Dieses Enden im Raum, im Leeren und Unfassbaren beeinflusste mein Hören und meine interpretatorische Ausarbeitung des Werkes nachhaltig. Die an den Schlüssen gemachte Klangerfahrung übertrug sich allmählich zurück ins Innere der Stücke, wo es häufiger bei einem mit Fermaten bezeichneten Innehalten einen vergleichbaren Stillstand der Klänge gab, und wirkte schließlich, begünstigt durch die langsamen Tempi, bis in das Verklingen einzelner Töne nach.

Herbert Henck

CD-Einspielung:: Federico Mompou, Música Callada, Hefte 1 – 4 (komplett)]
Herbert Henck (Piano), 1 CD, Tonaufnahmen: 2.8.1993 in Frankfurt am Main,  Preungesheim (Evangelische Festeburgkirche)
ECM, München, Katalognr. ECM NEW SERIES 1523, © 1995

Wer jetzt also interessiert ist an der Musik von Mompou, den kann ich noch auf 2 Sendungen verweisen die immer noch bei mir Online sind und bleiben. Und natürlich kann er die „allwissende Müllhalde“ dazu befragen.

So leise wie möglich“ Der Komponist Federico Mompou.

Musik, die schweigt – Einsamkeit, die tönt“ Federico Mompou und die Mystik einer música callada

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