„Ihr sprecht nur davon, mit denselben schlechten Ideen weiter zu machen, die uns in dieses Chaos gebracht haben. Die einzig vernünftige Sache ist es, die Notbremse zu ziehen.“ An Greta Thunbergs nüchterner Feststellung arbeiten sich eine Philosophin, ein IT-Experte und ein Wissenschaftshistoriker ab.

Während die Moderne noch eine Zukunft für alle entwarf und die Postmoderne eine endlose Gegenwart für jeden Einzelnen zelebrierte, haben wir es heute mit einer neuen dominierenden einzigen Zeit zu tun: der unserer eigenen Auslöschung. Das sagt zumindest die spanische Philosophin Marina Garcés. Eine Auslöschung, vor der uns technische Lösungen nur scheinbar retten können, wie Evgeny Morozov analysiert, der weißrussische Kritiker des digitalen Kapitalismus.

„Und Sie, wo verorten Sie sich? Vor, während oder nach der Apokalypse?“, fragt der französische Wissenschaftstheoretiker Bruno Latour. Die einen setzen sich theoretisch mit der Apokalypse auseinander – sie anderen sind schon draußen, auf den Straßen: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“

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Vor, während oder nach der Apokalypse
Wo stehen wir heute?
Von Barbara Eisenmann

Es sprachen: Boris Burgstaller, Achim Hall, Gabriele Hintermaier, Matthias Leja, Marietta Meguid, Paula Skorupa
Ton und Technik: Karl-Heinz Runde, Claudia Peycke, Frieder Butzmann
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: SWR/Dlf 2020

© Deutschlandfunk, Feature, 17.1.2020

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