In der NS-Zeit wurden sie verfolgt. Bis 1973 wurden in der Schweiz jenischen Familien Kinder entzogen. Heute werden sie nur dort als nationale Minderheit anerkannt. Die Jenischen pflegen ihre eigene Geheimsprache, die mit dem Jiddischen und Romanes verwandt ist. In der modernen Welt sind ihre fahrende Lebensweise und ihre Berufe bedroht.

Eine kaum bekannte Gruppe der Fahrenden lebt im Südwesten Deutschlands, der Schweiz und im Elsass. Die meisten geben sich nicht als Jenische zu erkennen. Den Gadsche, den Sesshaften erzählen sie nur ungern etwas über sich. Doch einige von ihnen sind stolz, Jenische zu sein. Um ihre Kultur vor dem Aussterben zu retten, gehen sie jetzt vermehrt an die Öffentlichkeit.

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„Verstehst du Sesshafter mich Jenischen?“
Von einem Volk der „Fahrenden“
Von Viktoria Balon

Regie: Anna Panknin
Es sprachen: Elisabeth Hartmann und Stefko Hanushevsky
Ton und Technik: Hendrik Manook und Roman Weingardt
Redaktion: Wolfgang Schiller
Produktion: Dlf 2019

Viktoria Balon ist deutsche Journalistin und Feature-Autorin russisch-jüdischer Herkunft. Sie studierte in Moskau und Freiburg Journalismus, Kulturanthropologie und Germanistik und lebt in Freiburg.

© Deutschlandfunk, Feature, 4.5.2020

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