Wie prägt die untergegangene DDR das Leben der Nachwendekinder? Wer Ende der 80er Jahre im Osten Deutschlands geboren ist, kennt das Land der Eltern nicht aus eigener Anschauung. Wohl aber aus Familienerzählungen und aus dem, was man über „die DDR“ so sagt. Und nicht immer geht beides zusammen. Von Johannes Nichelmann

Lukas’ Vater Rainer hat in der DDR Punkkonzerte organisiert. Für den Sohn war das Land des Vaters ein Quell von – meist heiteren – Anekdoten, und mit der unangepassten Rolle des Vaters gab er gerne an. Als Rainer 50 ist, meldet sich ein unbekannter Anrufer. Nochmal Jahre später treffen sie sich zum Gespräch. Und zum ersten Mal schleicht sich zwischen die oft gehörten Anekdoten etwas, das Rainer „eigentlich mit ins Grab nehmen wollte“.

Rainers Schweigen
Nachwendekinder und die DDR
Von Johannes Nichelmann
Regie: Johannes Nichelmann
Ton: Michael Kube
Produktion: WDR/RBB 2019

Johannes Nichelmann, geboren 1989 in Berlin, Reporter und Feature-Autor, seit 2014 auch Redakteur und Moderator bei Deutschlandfunk Kultur. Für „Das Hacker-Syndrom“ (WDR 2013) wurde er mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet, für „Der einsame Tod des Herrn D.“ (Dlf 2017) mit dem Deutschen Sozialpreis. Zuletzt: „Lagerfeld“ (NDR/BR/RBB 2018, mit Florian Siebeck), „Blutiger Herbst“ (BR/Dlf Kultur 2019).

© Deutschlandfunk, Feature, 21.7.2020

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