Die Sophienhöhe war am Anfang des 20. Jahrhunderts ein weltweit viel beachtetes Zentrum der sich neu entwickelnden Heilpädagogik. Heute ist sie weitgehend vergessen. Der Pädagoge Johannes Trüper hatte das Gelände 1890 zusammen mit seiner Schwester erworben und für sein praxisorientiertes Konzept umgestaltet.

Über 100 entwicklungsgestörte Kinder wurden hier behandelt, unterrichtet und ausgebildet; erstmalig in engster Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften. Nach Trüpers Tod 1921 übernahmen seine Söhne die Leitung und schützten während des Dritten Reiches die Kinder vor der mörderischen „Aktion T4“ der Nazis.

Nach dem Krieg war der jungen DDR die Sophienhöhe ein Dorn im Auge. 1955 wurde sie verstaatlicht und das Erziehungskonzept der Staatsideologie angepasst. Die Familie floh in den Westen.

Was ging an Ansätzen und praktischem Wissen verloren?

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Die Sophienhöhe
Jenas enteignete Geschichte
Von Heike Tauch

Regie: die Autorin
Es sprachen: Claudia Jahn, Martin Bross und Sylvia Systermans
Ton und Technik: Hendrik Manook und Oliver Dannert
Redaktion: Wolfgang Schiller
Produktion: Dlf 2018

© Deutschlandfunk, Feature, 28.4.2020

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