Warum hat bisher kein katholischer Bischof in Deutschland persönliche Konsequenzen aus vielfacher sexualisierter Gewalt durch Geistliche gezogen? Ein Kardinal erzeugt wissentlich einen völlig falschen Eindruck. Auch Hoffnungsträger mauern. Aber es gibt Insider, die erzählen.

Von Gaby Mayr

Der tausendfache Missbrauch ist seit Herbst 2018 klar. Sämtliche deutsche Bischöfe wussten Bescheid. „Zu behaupten, sie hätten es nicht gewusst, ist eine Schutzbehauptung!“, erklärt ein gut informierter Kirchenrechtler.

Einige Täter sind mittlerweile namentlich bekannt, auch ein vor Jahrzehnten verstorbener Bischof wird bezichtigt.

Hoch geachtete deutsche Kirchenführer zeigten eine erschreckende Kälte gegenüber den Betroffenen. Bischöfe und Kardinäle äußerten Scham, Konsequenzen hatten sie nicht zu tragen. Anders als in Ländern wie Frankreich, wo der ranghöchste katholische Würdenträger wegen Nichtanzeige sexueller Gewalt vor Gericht stand.

Manuskript PDF

Die Blockade der Bischöfe
Katholische Kirche und sexualisierte Gewalt
Von Gaby Mayr

Regie: Claudia Kattanek
Es sprachen: Hildegard Maier, Thomas Balou Martin und Anja Gawlick
Ton und Technik: Wolfgang Rixius und Caroline Thon
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: Dlf 2020

© Deutschlandfunk, Feature, 5.5.2020

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