Die Nationalsozialisten bauten Ihre Herrschaft auf der Wirkungsmacht der Propaganda auf. Modernste Technik, wie den Rundfunk, machte sich das NS-Regime zu Nutze, um die Meinung der Deutschen zu beeinflussen, ihre Rassen-Ideologie zu verbreiten und bis zum Ende des Krieges Durchhalteparolen auszugeben. 

Nach dem zweiten Weltkrieg beschließen die Alliierten, dass neben der Entnazifizierung auch die „Reeducation“ – die „Umerziehung“ – ein wichtiger Grundstein für den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft in Deutschland sein soll. Um das Volk zu Demokraten zu erziehen, erscheint ihnen der Rundfunk als ein zentrales Instrument. Die Westalliierten entscheiden sich für einen Sonderweg: Der Rundfunk soll weder in der Hand des Staates sein, noch unter dem Einfluss von privaten Unternehmen stehen. In Anlehnung an das britische Modell der BBC wird der Rundfunk in Form von selbstständigen Anstalten des öffentlichen Rechts organisiert. Aus den Sendeanstalten der Länder wird schließlich 1950 der Verbund ARD gegründet. Sie verkörpert bis heute maßgeblich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland.

https://tracking.neuland.br.de/file/1798499/c/website/die-ard-wie-es-zum-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk-kam.mp3
Autor: Christian Schaaf / Regie: Axel Wostry

(c) Bayern 2, Radio Wissen, 22.6.2020

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