Zucker war das Weiße Gold für den Aufschwung der Neuen Welt im 18. Jahrhundert, der transatlantische Dreieckshandel war sein Motor und die ehemals Dänisch-Westindischen Inseln in der Karibik waren als Kolonie äußerst profitabel. Problematisch dagegen ist die Erinnerung an die Sklavenwirtschaft auf den Zuckerrohrplantagen.

Von Jane Tversted und Martin Zähringer

Die Dänen haben 1917 die Inseln samt Einwohnern an die USA verkauft und wollten damit einen Schlusspunkt setzen. Viele Nachfahren der ehemals versklavten Afrikaner wiederum suchen die Wurzeln ihrer Identität. Wie recherchiert ein Afro-Karibe, was auf der berüchtigten Mittelpassage verloren ging, als seine Vorfahren über den Atlantik verschleppt wurden? Welche Quellen der Erinnerung gibt es für einen Dänen in Kopenhagen? Und wie bringt das Dänisch-Westindische Archiv, das jetzt mit Millionen Dokumenten online geht, beide zusammen? Das Feature zeigt Umrisse einer postkolonialen Erinnerungskultur und beobachtet Menschen auf den Passagen ihrer Erinnerung.

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Passagen der Erinnerung
Das koloniale Erbe Dänemarks in der Karibik
Von Jane Tversted und Martin Zähringer

Regie: Axel Scheibchen
Es sprachen: Martin Bross, Janina Sachau, Wolf Aniol, Isis Krüger, Volker Risch, Therese Hämer, Hildegard Meier und Christoph Wittelsbürger
Ton und Technik: Christoph Rieseberg und Katrin Fidorra
Redaktion: Wolfgang Schiller
Produktion: Dlf 2017

© Deutschlandfunk, Featurw, 4.2.2020

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