24. Dezember 1971. Über dem peruanischen Regenwald gerät eine Passagiermaschine in ein Gewitter und zerbricht in der Luft. Die 17-jährige Juliane Koepcke überlebt einen Sturz aus 3000 Meter Höhe und 10 Tage im Dschungel. Das wundersame Überleben des deutschen Teenagers macht weltweit Schlagzeilen. Journalisten verfolgen das Mädchen.

Von Renate Maurer

Der „Stern“ sichert sich ein Exklusivinterview. Ihr Vater, ein bekannter Zoologe, der an einem Quellfluss des Amazonas die Forschungsstation „Panguana“ betreibt und beim Absturz auch seine Frau verliert, versteinert in seiner Trauer. Er schickt Juliane nach Kiel zu ihrer Tante. Sie selbst kann das Geschehen viele Jahre lang nur mit dem Verstand begreifen, fühlen kann sie es lange nicht.

Nach ihrem Biologiestudium kehrt Koepcke 1998 an den Absturzort zurück und dreht mit Werner Herzog den Dokumentarfilm „Wings of Hope“. Heute leitet sie die Bibliothek der Zoologischen Sammlung in München, doch ihr eigentliches Zuhause ist die Forschungsstation ihrer Eltern, die sie zu einem Naturschutzgebiet und einem renommierten Zentrum zur Erforschung der Artenvielfalt ausgebaut hat.


© HR 2, Feature, 5.1.2020

5 Comments

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.