Mit der Idee einer eigenen Familie hatte der Autor längst abgeschlossen, war darauf eingestellt, sich „bindungslos“ in der Welt zu verlieren. Dann wurde er mit Mitte fünfzig Vater von Luis, einem fünf Monate alten Jungen. 

Seine Partnerin hatte das Kind illegal eingewanderter Mexikaner in Los Angeles adoptiert, damals noch mit der Aussicht, Luis alleine großzuziehen. Mittlerweile ist eine Familie entstanden, die sich frei von biologischen Bindungen verorten kann, will und muss. Auch geographisch zwischen Deutschland, den USA und Mexiko.

Bindungslos ( Ursendung)
Eine freihändige Familienaufstellung
Von Martin Zawadzki
Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Devid Striesow, Svenja Wasser, Frauke Poolman, Stefko Hanushevsky
Ton und Technik: Gertrudt Glosemeyer, Barbara Göbel, Jonas Bergler
Produktion: WDR/Deutschlandfunk Kultur 2020

Martin Zawadzki, geboren 1957 in Oberhausen, ist Autor, Filmemacher und bildender Künstler. 1995 Diplom der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Für den Dokumentarfilm „ISOLATOR II“ hat er den Adolf Grimme Preis 1998 bekommen. Lebt in Berlin. Features u.a. „Kindesmisshandlung. Wenn Gewalt das Leben bestimmt“ (WDR 2011) und „Ohne Grenzen – Die Erforschung außergewöhnlicher Bewusstseinszustände“ (WDR 2015).

 

© Deutschlandfunk, Feature, 2.6.2020

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