Er war schon immer ein Filigrantechniker der besonders kreativen Art. Bei einem Solo-Konzert in Gütersloh demonstrierte Martial Solal, dass er seinem Ruf auch noch mit 90 Jahren gerecht wird.

Mit Karsten Mützelfeldt

Der 1927 in Algier geborene Pianist ist so etwas wie der Grandseigneur des gallischen Jazz, gilt seit langem als das „Aushängeschild“ der französischen Szene. In unserem Nachbarland wird der renommierteste Wettbewerb nach ihm benannt: der Concours de piano jazz Martial Solal. Balladen tauchen bei dem so verspielt und spielerisch agierenden Meister-Improvisator nicht allzu häufig auf.

Ein Vielspieler, ja, aber ein höchst erfindungsreicher. „Zu komplex“, so ein gelegentlicher Vorwurf, den er mit „mangelndem Kenntnisstand“ des Jazzpublikums zu kontern pflegte. Nach seinem begeisternden Trio-Auftritt beim WDR 3 Jazzfest 2016 in Münster trat Solal Ende 2017 – unbegleitet – in Gütersloh auf. Auf die Aufzeichnung seines Konzerts folgen historische Aufnahmen, u.a. von den Essener Jazztagen 1959.

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/MartialSolal.mp3

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© WDR 3, Jazz & World, 30.4.2018

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