Die Person wird in den 1980er-Jahren zur dominierenden Erscheinungsform der Ware. Ständig sagen alle Ich. Meinen Sie sich? Oder eine Erfindung ihrer selbst? Braucht es die wie auch immer „wahre“ Erzählung über sich selbst, um überhaupt zum Ich zu werden?

Valentin Groebner recherchiert sich quer durch die Geistes- und Literaturgeschichte, erzählt von Lebensbröselströmen, Montaigne, Pynchon, dem Nabelfernsehen und Bob Dylan.

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© SWR 2, Essay, 24.2.2020

2 Comments

  1. ein herzliches danke, das hatte ich übersehen.

    montaigne! ist mein spiritus rector, seit mir in den 80ern eine (achtung!) campingplatz-besitzerin ihren rückzug aus der welt (ich konnte nicht fassen, daß so eine kluge und umfassend gebildete person wie sie so zurückgezogen lebte) erklärte. sie hat mein leben verändert und ich bin seitdem, wenn ich in urlaub fuhr, immer auf ihren platz gefahren, auch als sie längst tot war. 22 jahre … 2008 der bislang letzte besuch

    ihre tochter hat einen film über sie gemacht. eine hochspannende lebensgeschichte zwischen paris und berlin … und eben axat, pays aude.

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