Über Leopold Mozart, Wolfgang Amadés Vater, gehen die Meinungen weit auseinander. Von Zeitgenossen wurde er als lebenskluger, geistreicher, gebildeter und kultivierter Mann beschrieben, von der Nachwelt als engstirnig, uneinsichtig und verständnislos.

Wer war dieser Mann, der sich selbst als Mittler zwischen den Welten verstand – ein Jesuitenschüler, der mit Protestanten Freundschaften schloss, ein Bürgersohn, der dem Adel diente, ein Geiger, der als Schriftsteller zu reüssieren hoffte? Seine Briefe sind eine Fundgrube nicht nur für Informationen über seinen Sohn, sondern auch über das Denken in der Mitte des 18. Jahrhunderts und über die Alltagsgeschichte seiner Zeit. Dieser Essay ist einem Leopold Mozart gewidmet, der viel mehr war als der Vater seines Sohnes.

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© SWR 2, Essay, 4.11.2019

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