Dem akademischen Mittelbau geht es nicht gut. Zwischen befristeten Verträgen und der Lust auf kreative Forschung, zwischen Anbiederung an Förderinstitutionen und dem Glauben an kritisches Denken, zwischen unzumutbaren Honoraren und engagierter Lehre kämpft der heutige Nachwuchswissenschaftler um sein Überleben.

Von Stephanie Metzger

Seit den Reformprozessen der Universitäten scheint aus den Sphären des freien Denkens und Forschens ein Ort der Bürokratie, Evaluation und Ökonomie geworden zu sein. Erstes Opfer: der Mittelbau, der sich Jahre lang selbst ausbeutet, dann um rare Professuren kämpft, ins Ausland wechselt oder der Uni ganz den Rücken kehrt.
In Zeiten antiintellektueller Ressentiments muss dringlicher denn je gefragt werden: Was geht mit dem Mittelbau wirklich verloren? Und ist sein Verschwinden nicht eventuell auch Symptom eines größeren Verlusts, nicht nur an Universitäten?

 

 

 

Manuskript PDF

© SWR 2, Essay, 19.2.2018

 

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