Ja, er ist der Bruder von Max Mutzke, dem erfolgreichen deutschen Soul-Sänger. Aber vor allem ist er Jazztrompeter mit eigener Handschrift. Menzel Mutzke, Jahrgang 1984, hat nach Jahren als begehrter Sideman nun sein Debüt als Bandleader vorgelegt, aufgenommen im Deutschlandfunk.

Mit Anja Buchmann

Auf Menzel Mutzke trifft der gern zitierte „musikalische Familienhintergrund“ zu: Klavier, Saxofon, Gesang und Schlagzeug waren bereits durch Vater, Schwester und Brüder abgedeckt. Nach einem kleinen Umweg über die Posaune entschied sich Menzel Mutzke für die Trompete, die ihn mit ihrer klanglichen Präsenz faszinierte. Mit 15 ging er als Jungstudent nach Zürich, später nach Köln, wo er seit kurzem wieder wohnt. Lange lebte er dazwischen in Hamburg, wo er häufig in der NDR-Bigband aushalf und auch in der Gruppe seines Bruders spielte. Sein Quartettalbum „Spring“ präsentiert eleganten, melodischen Modern Jazz mit Pop-Appeal und persönlicher Note. Unterstützt wird der Trompeter mit dem tragenden, weichen Ton von alten Weggefährten aus seinen Kölner Anfängen – Pianist Pablo Held, Bassist Dietmar Fuhr und Schlagzeuger Silvio Morger – und bei zwei Tracks zudem von Bruder Max.

© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 23.7.2020

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