Eine Lange Nacht über Okzitanien „Warum soll der Süden immer nach Lavendel riechen?“

In Südwestfrankreich begegnen sich Nomaden, Pilger und Migranten aller Zeiten. Für die sesshaft Gewordenen transformieren sich die Begegnungen mit dem Anderen selbst zu Reisen in andere Zeiten, Kulturen und Sprachwelten. Erinnerungen, Dichtungen, Lieder geben davon Zeugnis.

Von Ulrike Brummert und Christine Nagel

Die Sprache, die im Mittelalter zu voller Blüte kam, ist das Okzitanische; die Lyrik der Troubadore goutieren wir noch heute. Die Konstituierung des französischen Zentralstaates ist über Jahrhunderte mit einer stark normierenden Sprachpolitik verbunden, die in Durchdringung aller Schichten und aller Regionen auf eine französische Monosprachlichkeit abzielt. Doch die Sprachen sind nie verloren gegangen. So stellt sich zu Beginn des 3. Jahrtausends die Frage, wie die Menschen mit diesem Sprachenreichtum umgehen.

Das Okzitanische ist heute bewusst die Sprache von Künstlern, Philosophen, Musikern und Jugendlichen. Die Sprecher verbinden damit Kreativität, Offenheit im Denken und Interesse am Reisen – in andere Welten und Gedankenräume. In der Langen Nacht über Okzitanien wird ein Kaleidoskop okzitanischer Stimmen vorgestellt, die in ihrer Zeitzeugenschaft der Frage nach dem Denken in einer alten Sprache nachgehen.

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Autoren: der Langen Nacht: Ulrike Brummert und Christine Nagel.

Regie: Christine Nagel.

Übersetzungen aus dem Okzitanischen und Französischen: Ulrike Brummert;

Mitarbeit: Constanze Heidelauf.

Redaktion: Monika Künzel

© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 16.9.2017

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