In seinem Buch „Landscape and Memory“ verhandelt der Historiker Simon Schama Landschaft als Projektionsfläche für Erinnerung. Er argumentiert, dass in westlichen Kulturen der Garten für den durch verschiedene kulturelle Gewohnheiten der Menschheit geprägten Blick konzipiert wurde. Als Konsequenz daraus überlagern wir Mythologie und die menschliche Vorstellung auf geografische Schauplätze und lassen sie in der Erinnerung Gestalt annehmen.

„Soundprints as Memory“ ist eine akustische Spurensuche, eine Gedächtnisstütze, ein Versuch, das Geflecht aus Erinnerungen an bestimmten Orten zum Vorschein zu bringen und hörbar zu machen. Colin Black hört mit dem Mikrofon dort hin, wo Erinnerungen möglicherweise nicht nur auf den Ort projiziert werden, sondern wo sie mit diesem verwachsen.

In Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsreihe Stromschiene des Kunstvereins Alte Schmiede.

© Ö1, Radiokunst – Kunstradio, 18.6.2017

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.