Es gibt kaum einen Komponisten, der nicht die Themen Schlaf oder Traum verarbeitet hätte. Dazu bieten heute Streamingdienste Einschlafplaylisten an, Apps verwandeln das Smartphone in einen akustischen Schlummerkasten und Videoportale liefern Geräuschsoundtracks zur Entspannung und gegen die Schlaflosigkeit.

Wiegenlieder und ruhige Klänge beruhigen nicht nur, sie sind auch ein akustischer Schutzraum, eine klingende Festung gegen die Gefahren der Nacht. Franz Liszt und Johannes Brahms komponierten Wiegenlieder, Robert Schuman eine „Träumerei“ und Frédéric Chopin die „Nocturnes“.

Die Protagonisten des Hypnagogic Pop vertonen Träume und Erinnerungen aus ihrer Kindheit. Robert Rich bastelt an einer Ambient-Schlafmusik. In dieses Genre fällt auch Max Richters achtstündiges Epos „Sleep“, eine Sinfonie gegen die Schnelllebigkeit des digitalen Alltags. Dabei sind die digitalen Medien die Wiegenliedmaschinen von heute mit ihren Playlists und Geräuschsoundtracks.



Dream Sounds
Schlaf und Traum in der Musik
Von Raphael Smarzoch

Regie: Susanne Krings
Es sprachen: Frauke Poolman, Sascha Tschorn, Annika Schilling,
Konstantin Lindhorst, Bruno Winzen und Maike Jüttendonk
Ton und Technik: Gunter Rose und Thomas Widdig
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2017

© Deutschlandfunk, Freistil, 3.1.2021

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.