Unter den Vorzeichen digitaler Perfektion spielen Störungen eine entscheidende ästhetische Rolle. Mehr noch aktualisieren sie das (post)modernistische Fortschrittsdenken: Wenn das Material ausgeschöpft ist und technischer Perfektionismus den menschlichen Genius überholt – nimmt der Fehler strategisch die Rolle der Innovation ein.

Von den interferierenden Decodierungen Alexander Schuberts, über die irritierenden Spielereien mit der Ästhetik des Fehlers von Hannes Seidl und Gordon Kampe, bis zur Konjunktur rauschender Glitches bei jener Künstlergeneration, die das Digitale als Konzept und Material medienästhetisch nutzbar macht.


© SWR 2, JetztMusik, 8.6.2020

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