In unserer neuen Reihe „Und jetzt Jazz!“ schreibt der ZEIT-Reporter Ulrich Stock in loser Folge über Musiken am Rande der medialen Aufmerksamkeit. Jeder Text kann gelesen werden als Teil einer unendlichen Recherche über Jazzdenken, Jazzmachen und Jazzleben. Zum Auftakt eine Fahrt ins Bergische Land zum Pianisten Hans Lüdemann.

Wiedervereinigung im Jazz: Der Pianist Hans Lüdemann versucht 30 Jahre nach dem Mauerfall noch einmal, aus zwei deutschen Nationalhymnen eine zu machen.

… wobei sechs Stunden zwanzig von Hamburg nach Köln selbst für die Deutsche Bahn eine lange Zeit sind, dann am Hauptbahnhof noch Umsteigen in den Schnellbus, übern Rhein rüber nach Bergisch Gladbach, Haltestelle Frankenforst, und da kommt mir auf dem Gehweg auch schon Hans Lüdemann entgegen, die Hand zum Gruß erhoben, allein würde ich das Studio ja kaum finden, und in der Tat, wir eilen nachmittags um fünf unter herbstlichem Laub an prachtvollen Villen vorbei, über einen verschachtelten Hof mit Garagen, um eine Ecke herum, da steht im Erdgeschoss eine Tür offen. Ein winziger Raum, Bildschirme, Regler und Kabel, das Reich von Stefan Deistler, dem Tonmeister…

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© Die Zeit, 1.11.2019

 

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