Die Zeit: „Rubberband“ : Miles Davis, jetzt
 Gummibandleader Von Ulrich Stock // SZ: „Ein Album voll musikalischer Schulterpolster“ Von Andrian Kreye

„Rubberband“ ist da, ein seit 1986 verschollenes Album des großen Jazztrompeters. Warum es ein Erfolg wird. Warum es nichts taugt. Was man stattdessen hören mag.

Insoweit Musik noch verkauft und nicht gestreamt wird, freut sich der Handel über eine Neuerscheinung, die ein Hit zu werden verspricht. Knapp 34 Jahre nach den ursprünglichen Aufnahmen dazu kommt das neueste, letzte, verschollenste Album von Miles Davis heraus. Man könnte auch sagen: das unnötigste und peinlichste Album von Miles Davis, aber die herabsetzenden Attribute wären hier genauso unangebracht wie die jubelnden, denn Rubberband ist keine Platte von Miles Davis. Rubberband ist die Musik eines Untoten, die von Wegbegleitern und Nachfahren tiefergelegt wurde und nun unters Jungvolk geschoben wird, um dem großen Meister ein neues Publikum zu verschaffen – und zudem ein gutes Geschäft zu machen….

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© Die Zeit, 6. September 2019

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